Riester-Banksparpläne Test

Preiswert, flexibel, gut kalkulierbar und sehr sicher: Riester-Banksparpläne sind für Vorsorgesparer genau das Richtige. Auch die Rendite der Banksparpläne kann sich sehen lassen. Nachteil: Da es in vielen Regionen keine Kreditinstitute gibt, die diese Produkte anbieten, müssen Sparer den Riester-Vertrag oft auf dem Postweg abschließen. Finanztest erläutert das Prinzip von Riester-Banksparplänen und zeigt die renditestärksten Angebote.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Riester-Banksparpläne

Zulagen und Steuervorteile

Riester-Banksparpläne sind staatlich geförderte Sparverträge. Das Prinzip: Die Sparraten fließen von Anfang an in voller Höhe in den Sparplan. Zu Rentenbeginn muss das angesparte Kapital dann entweder in einen Bankauszahlplan und ab dem 85. Lebensjahr in eine Rentenversicherung fließen oder Sparer entschließen sich gleich für eine Rentenversicherung. Bis zu 30 Prozent des Sparvermögens können sich Riester-Sparer zudem zu Rentenbeginn auszahlen lassen. Allerdings sind die Auszahlungen steuerpflichtig. Beim Abschluss eines Riester-Banksparplans fallen keine Abschlusskosten oder Provisionen an. Bei manchen Verträgen müssen Sparer aber mit jährlichen Verwaltungskosten rechnen. Doch diese sind meist sehr gering.

Gute Renditechancen

Weiterer Vorteil: Riester-Banksparpläne sind sehr sicher. Vorsorgesparer haben - selbst bei vorzeitigem Ausstieg - kein Verlustrisiko. Und auch die Renditechancen sind gut. Die Verzinsung von Riester-Banksparplänen orientiert sich an der Zinsentwicklung am Markt. Langfristig dürfte die Sparplanrendite zwischen drei und fünf Prozent liegen. Durch die staatliche Förderung aus Riester-Zulagen und Steuervorteilen kommen leicht noch einmal mehrere Prozent dazu.

Wechsel möglich

Mit Riester-Banksparplänen sind Sparer sehr flexibel. Der Wechsel zu einem anderen Anbieter oder in einen anderen Riester-Vertrag ist jederzeit möglich und kostet meist wenig. Besonders sinnvoll sind Riester-Banksparpläne für Sparer ab 40 Jahren. Doch auch für Jüngere, die das Riester-Konto zwischendurch für eine Immobilienfinanzierung beleihen wollen, sind sie bestens geeignet. Wer dagegen jünger ist und keine Immobilienkäufe plant, sollte besser auf Riester-Fondssparpläne setzen, da diese höhere Renditechancen bieten.
Tipp: Ein ausführlicher Test zu Riester-Fondssparplänen erscheint am 17. Oktober in Finanztest 11/2007 und auf test.de

Kopplung an die Umlaufrendite

Bei einigen Genossenschaftsbanken sind die Zinsen von Riester-Banksparplänen an die Umlaufrendite gekoppelt. Diese spiegelt das Zinsniveau von Bundeswertpapieren unterschiedlicher Laufzeiten wider. Sie wird börsentäglich ermittelt. Sparer können die Werte in vielen Tageszeitungen und im Internet verfolgen. Ändert sich das allgemeine Zinsniveau nach oben oder unten, schlägt dies unmittelbar auf die Umlaufrendite durch. Mit kurzer Verzögerung folgen dann auch Sparpläne, die an diese Kennzahl gebunden sind.

Zinszuschläge und Bonuszahlungen

Vor allem Sparkassen bieten Riester-Banksparpläne an, die anders funktionieren. Sparer werden hier belohnt, je länger der Vertrag läuft. Dafür gibt es mit der Laufzeit wachsende Zinszuschläge und manchmal auch Schlussbonuszahlungen, die die Rendite steigen lassen. Die Grundverzinsung ist nicht an die Umlaufrendite gekoppelt, sondern an eigens konstruierte, gleitende Referenzgrößen. Diese kombinieren Zinsbarometer verschiedener Laufzeiten miteinander. Nachteil: Sparer behalten hier kaum den Überblick, da sich die Zinsanpassungen schlechter überprüfen lassen als bei Riester-Banksparplänen, die an die Umlaufrendite gekoppelt sind.

Kontoführung meist kostenfrei

Nachträglich dürfen Banken weder ihre Margen, noch den Referenzzins oder die vereinbarten Zinszuschläge ändern. Allerdings haben sie die Möglichkeit, nachträglich jährliche Verwaltungskosten einzuführen oder zu erhöhen. Das gilt auch für die Ausstiegsgebühren, die bei vorzeitiger Kündigung anfallen. In der letzten Zeit haben die Banken davon aber wenig Gebrauch gemacht. Die Verwaltung der Sparpläne ist bei den meisten immer noch kostenfrei, bei anderen sind die Gebühren moderat.

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