Riester-Sparer können zwischen mehreren Auszahlformen wählen. Unsere Rechnungen zeigen über­raschende Unterschiede. Gut lachen hat, wer die perfekte Wahl trifft.

Aus Riester-Sparern werden Riester-Rentner. Bevor es soweit ist, müssen sie entscheiden, wie sie das angespartes Kapital nutzen möchten. Eine Riester-Rente im klassischen Sinne ist nur eine von mehreren Auszahlformen, die sie wählen können. Die beste ist sie nicht unbe­dingt. Die Steuer­experten der Stiftung Warentest haben gerechnet und kommen zu über­raschenden Ergeb­nissen.

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TestRiester-Auszahlung im Steuercheck09.12.2019
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Der Staat spricht immer ein Wört­chen mit

Niemals geht Riester so ganz. Nach der Anspar­phase ist zwar Schluss mit Zulagen prüfen, Raten anpassen, Beiträge absetzen und weiteren Auswüchsen deutscher Vorsorgebürokratie. Aber auch in der Auszahl­phase möchte der Staat ein Wört­chen mitreden – als Gegen­leistung dafür, dass er in der Anspar­phase durch Zulagen und Steuer­vorteile finanziell kräftig geholfen hat. Er will sicher­stellen, dass Rentner möglichst für den Rest ihres Lebens etwas vom Ersparten haben – und holt sich dabei auch gleich einen Teil der Förderung zurück. Denn Riester-Auszahlungen werden nachgelagert besteuert.

Das bietet die Unter­suchung der Stiftung Warentest zur Riester-Auszahl­phase

Unter­suchung. Anhand von zwei Modell­fällen haben unsere Steuer­experten ausgerechnet, wie sich die fünf unterschiedlichen Riester-Auszahlformen steuerlich auswirken. Die Unterschiede sind enorm!

Umfassende Entscheidungs­hilfe. Der Artikel unterstützt angehende Riester-Rentner, die richtige Entscheidung für die Auszahl­phase zu treffen. Er erklärt Vor- und Nachteile der fünf unterschiedlichen Auszahl­optionen. So können Sie leichter einschätzen, welche Riester-Auszahlform für Sie sinn­voll ist.

Test. In unserem Test „Kurz vor Renten­beginn – noch wechseln?“ haben die Alters­vorsorge-Experten der Stiftung Warentest untersucht, ob Anbieter auch noch kurz vor der Renten­phase Wechsler aufnehmen. Das Ergebnis ist für Sparer nieder­schmetternd. Nur ein regionaler Versicherer und eine Fonds­gesell­schaft kommen infrage.*

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie im Text „Riester-Rente Einleitung“ Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus Finanztest 12/2019 und 1/2020.

Riester-Rente wird in der Auszahl­phase besteuert

Die Entscheidung, welche der vorgesehenen fünf Riester-Auszahlformen (siehe unten) am besten zu den eigenen Lebens­umständen passt, erscheint erst einmal einfach. Wie sich Wahl dann aber steuerlich auswirkt, ob sie sich finanziell lohnt und man sie sich über­haupt leisten kann, ist nur schwer abzu­schätzen. Die Entscheidung hängt – typisch Riester – von vielen Faktoren ab, die nicht unbe­dingt jeder kennt.

Wer Riester verlässt, muss die Förderung zurück­zahlen

Kündigung. Allen, die ihr Erspartes im Ruhe­stand nicht länger in das Riester-Korsett zwingen wollen, bleibt nur, zum Ende der Anspar­phase zu kündigen. Das Guthaben gibt es dann zurück. Erst einmal wird aber die gesamte Förderung aus Zulagen und Steuer­vorteilen davon abge­zogen. Hört sich nicht gut an, kann aber für manche die beste Variante sein. Mehr erfahren Sie nach dem Frei­schalten des Artikels.

Riester-Rente: Vier Auszahlformen sieht Gesetz­geber vor

Vom Gesetz­geber vorgesehen sind daneben vier Wege, bei denen die Förderung erhalten bleiben soll:

Rente. Wenn das Geld in eine Rente umge­wandelt wird.

Auszahlung und Rente. Wenn bis zu 30 Prozent des Ersparten ausgezahlt und der Rest in eine Rente umge­wandelt wird.

Wohn-Riester. Wenn das angesparte Kapital in Wohn­eigentum fließt, etwa die Rück­zahlung eines Darlehens, in den alters­gerechten Umbau der Wohnung oder in ein Dauer­wohn­recht in einem Seniorenheim.

Abfindung auf einen Schlag. Ist das Guthaben so klein, dass im Jahr 2020 nur eine Minirente von höchs­tens 31,85 Euro monatlich heraus­käme, bekommen Sparer es als Abfindung auf einen Schlag ausgezahlt.

Steuer kann hoch ausfallen: Von Riester-Förderung bleibt oft nur ein Teil übrig

Bezieht man die nachgelagerte Besteuerung in die Rechnung mit ein, bleibt von der Förderung aber oft nur ein Teil übrig. Bei Abfindungen kann die nachgelagerte Besteuerung die Förderung sogar über­steigen. Die Alters­vorsorge-Experten der Stiftung Warentest erklären in dem Artikel, worauf Sie achten müssen.

Modell­fälle geben Orientierung

Um Sparern zu zeigen, vor welchen Über­legungen sie stehen, haben unsere Steuer­experten zwei unterschiedliche Modell­fälle gebildet: Frau Müller und Herr Schmidt. An den beiden zeigen sie die Auszahl­varianten und ihre steuerlichen Folgen. Sie geben Riester-Sparern eine grobe Orientierung. Je nach Einkommen und zusätzlichen Ausgaben, die sie als Rentner steuerlich geltend machen – etwa für Gesund­heits­kosten –, fällt die steuerliche Belastung zwar völlig anders aus. Trotzdem zeigen die Berechnungen für die Modell­fälle gut die Stell­schrauben, die die Auszahl­optionen beein­flussen.

* Geändert am 12.12.2019.

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