Erfolg­los geklagt haben beim Bundes­finanzhof (BFH) eine Richterin und ein Hoch­schul­lehrer, die für das Arbeits­zimmer in ihrer Wohnung Werbungs­kosten absetzen wollten. Die Kläger können keinen Cent abrechnen, entschied der BFH (Az. VI R 71/10 und VI R 13/11).

Häusliche Arbeits­zimmer müssen die Finanz­ämter nur aus zwei Gründen anerkennen. Wenn der Raum Mittel­punkt der gesamten beruflichen Arbeit ist, zählen sämtliche Ausgaben. Gibt es für die zuhause erledigte Arbeit woanders keinen Arbeits­platz, ist der Abzug auf 1 250 Euro im Jahr begrenzt.

Keiner der Gründe trifft auf die Kläger zu. Beide haben beim Arbeit­geber einen Arbeits­platz. Laut BFH erledigen sie ihre Arbeit außerdem haupt­sächlich im Gericht oder in Vorlesungen. Andere berufliche Tätig­keiten hätten beide nicht.

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