Rheumatoide Arthritis Meldung

In der Therapie der rheumatoiden Arthritis hat es sich bewährt, entzündete Gelenke mit Radio­isotopen (Radiosynoviorthese) zu behandeln. Darauf weist die Deutsche Rheuma-Liga hin. Die eher unbekannte Methode wird vor allem dann eingesetzt, wenn entzündungshemmende Medikamente allein nicht mehr ausreichen und die erkrankte Gelenkschleimhaut operativ entfernt werden müsste. Statt zu operieren, wird ein radioaktiver Stoff in das betroffene Gelenk injiziert. Die Strahlung trocknet den schmerzhaften Erguss in der Gelenkschleimhaut aus. Schmerzen und die weitere Zerstörung des Knorpels und Knochens werden so gemindert. Das Ge­­lenk muss nach der Injektion 48 Stunden ruhig gestellt werden.

Nur ein Arzt für Nuklearmedizin darf die Therapie durchführen, am besten in Zusammenarbeit mit dem rheumatologischen Facharzt. Die Behandlung kann ambulant durchgeführt werden.

Ein Merkblatt zur Therapie gibt es bei der Deutschen Rheuma-Liga, Maximilianstraße 14, 53111 Bonn, oder unter: www.rheuma-liga.de

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