Rheumamittel: Cox-2-Hemmer Meldung

Cox-2-Hemmer sollen von Rheumapatienten mit Herzerkrankungen nicht genommen werden.

Die Europäische Arzneimittelbehörde empfiehlt Anwendungsbeschränkungen für Rheumamittel.

Kritisch beobachtet

Seit im vergangenen Herbst das Rheumamittel Vioxx vom Markt genommen wurde, werden auch andere Schmerz- und Entzündungshemmer, die zur Gruppe der so genannten Cox-2-Hemmer gehören, kritisch beobachtet. Bei Patienten, die in einer Studie Vioxx länger als 18 Monate eingenommen hatten, hatte sich das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen verdoppelt.

Neu bewertet

Die Europäische Zu­lassungsbehörde für Arzneimittel (EMEA) hat jetzt eine aktuelle Sicherheitsbewertung für Cox-2-Hemmer ab­­geschlossen. Die therapeutische Wir­ksamkeit dieser Medikamente ist belegt. Um die Risiken einzuschränken, empfiehlt die Zulassungsbehörde neue Warnhinweise und Anwendungs­be­schrän­kungen für die im Markt ver­blie­benen Präparate Arcoxia, Celebrex und Dynastat.

Nicht anwenden

Patienten mit ischämischen Herzerkrankungen (Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße), nach Schlaganfall, mit peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen („Raucherbein“) dürfen die Mittel nicht anwenden.

Vorsichtig abwägen

Patienten mit Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten, Diabetes sowie Raucher sollten die Mittel nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erhalten, da sie die Gefahr von Herz-Kreislauf-Komplikationen erhöhen können.

Nur für kurze Zeit

Zudem sollen Medikamente dieser Gruppe in der geringstmöglichen Dosierung und nur für kurze Zeit eingenommen werden, denn das Risiko für unerwünschte Wirkungen nimmt mit der Dauer der Behandlung zu. Siehe im Internet: www.medikamente-im-test.de.

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