Die Rheinpark International Financial Marketing AG versucht, Anleger für eine riskante Beteiligung an ihrem Unternehmen zu werben. Im Prospekt stellt die Düsseldorfer Gesellschaft für Einmalanlagen ab 1.000 Euro oder monatliche Raten ab 25 Euro über mindestens zehn Jahre einen Gewinn von über 10 Prozent jährlich sowie eine ergebnisunabhängige Vorzugsausschüttung in Aussicht. Zudem weist sie auf die Risiken der Beteiligung hin.

Etwas anderes als im Prospekt versprach die Rheinpark AG aber in einer bis zum 6. November 1999 befristeten "Sondervereinbarung". Darin sicherte die Gesellschaft Anlegern verbindlich viel mehr Zinsen zu: Ab 25.000 Euro Anlagesumme gebe es eine Sonderverzinsung von 13 Prozent pro Jahr. Gleichzeitig wird dem Investor bei Börsengang der Rheinpark AG eine Umwandlung "seines Unternehmensanteils in Aktien in voller Höhe zugesichert".

Diese Garantien sind jedoch mehr als fragwürdig. Der Verbraucherschutzverein in Berlin hat die Rheinpark AG deshalb aufgefordert, irreführende Angaben in der Sondervereinbarung zu unterlassen.

Die Gesellschaft will insgesamt von Anlegern 8,5 Millionen Euro einsammeln. Das Geld soll unter anderem in Marketing und Vertriebskoordination für Finanzdienstleistungen sowie in Unternehmensbeteiligungen investiert werden. Doch solche Anlagen sind wirtschaftlich riskant.

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