Rhabarbersaft Exotik aus der Heimat

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Rhabarbersaft - Exotik aus der Heimat

Für ältere Menschen schme­cken sie nach Kindheit, jüngere finden sie exotisch: Säfte, Schorlen und Limonaden mit herb-saurem Rhabarber liegen im Trend. Große Saftanbieter und kleine Mostereien führen sie im Sortiment. Selten handelt es sich um Rhabarbersaft pur, meist um gesüßte Mixturen. Zucker, Sirup und Co. nehmen dem Rhabarber seine Säure, bringen oft aber ähnlich viele Kalorien ins Glas wie in Cola. Ansonsten punkten Rhabar­bergetränke mit Vitamin C, Kalium und Zink. Ihre Oxalsäure ist für Gesunde unkritisch, nur bei extremem Dauer­konsum kann sie die Nieren belasten. Deutsch­land gehört beim Rhabarber-Anbau mit zu den wichtigsten Ländern.

Tipp: Rhabarber hat jetzt Saison, machen Sie ein Getränk daraus: Für etwa 3 Liter 5 Kilo geputzten Rhabarber klein schneiden, mit 2 Litern Wasser aufkochen, 20 Minuten köcheln. Ein Sieb mit einem Mull­tuch auslegen, Sud reinschütten, abtropfen lassen. Mit 400 Gramm Zucker aufkochen, in Flaschen füllen, verschließen. Mit Mineral­wasser ein Hit.

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ralph.meder am 14.06.2013 um 22:47 Uhr
Unzeitgemäß

Mir erscheint das Rezept "unzeitgemäß", um es einmal gelinde auszudrücken. Vor dem Hintergrund des immer noch steigenden Zuckerkonsums in den (inzwischen nicht nur westlichen) Gesellschaften und den damit verbundenen drastisch erhöhten Risiken von "Nicht übertragbaren Krankheiten" (Diabetes, Übergewicht usw.) ein Rezept anzubieten, das so viel Zucker enthält (400g für 3 Liter), sollte nicht in einer Zeitschrift erscheinen, die auch die Rubrik "Gesundheit" führt, selbst wenn der Verbraucher selbst für den Grad der Verdünnung mit Wasser oder Ähnlichem verantwortlich ist. Ich plädiere für mehr Aufmerksamkeit gegenüber solchen "süßen Verführern", die dazu beitragen, den Zucker als Volksdroge (und dessen Auswirkungen als Volkskrankeit) Nummer 1 weiter an der Spitze zu halten!