Rezeptfreie Arzneimittel Meldung

Das Bundessozialgericht hat eine Patientin vor zu weitgehenden Kürzungen im Gesundheitswesen bewahrt: Ihre gesetzliche Krankenkasse muss dafür bezahlen, wenn ein ambulanter Pflegedienst ihr ein ärztlich verordnetes Medikament spritzt – auch wenn das Mittel selbst keine Kassenleistung ist (Az. 3 KR 25/08 R).

Die Kosten für das Medikament, ein Vitamin-Aufbaupräparat, übernimmt die Kasse nicht, weil es nicht verschreibungspflichtig ist. Seit 2004 sind rezeptfreie Medikamente bis auf wenige Ausnahmen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gestrichen.

Die Kasse ging davon aus, dass damit auch das Verabreichen solcher Medikamente gestrichen sei. Das Gericht urteilte aber: Die Injektion ist eine Leistung der häuslichen Krankenpflege, die die Kasse nicht verweigern darf.

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