Rezept des Monats Mohnkuchen mit Aprikosen

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Blaumohn verleiht Kuchen einen besonderen nussigen bis süßlichen Geschmack. Zusammen mit Aprikosen, Vanille, Zitronen- und Orangenschale entsteht ein herrliches Aroma.

Inhalt

Zutaten (für 12 Stück)

Für den Boden:

  • 300 g Mehl
  • 100 g Zucker
  • 125 g kalte Butter
  • 1/2 Bio-Orange
  • 1 Prise Salz
  • bei Bedarf 2 – 3 EL Wasser

Füllung:

  • 200 ml Milch (3,5 % Fett)
  • 100 g Blaumohn
  • 50 g Zucker
  • 15 g Hartweizengrieß
  • 1/2 Vanilleschote
  • 2 Eier
  • 1 Bio-Zitrone
  • 5 frische Aprikosen
  • 20 g Aprikosenmarmelade
  • 1,5 EL Zucker

Zubereitung

Schritt 1: Mehl, Zucker, Butter und Salz vermengen. Von der Orangenschale feine Streifen ablösen. Alles zu einem glatten Teig rühren, bei Bedarf Wasser hinzufügen. In eine Folie packen und 30 Minuten kühl stellen. Danach in eine Springform füllen und bei 180 Grad 15 Minuten backen.

Schritt 2: Inzwischen die Milch mit einer ausgekratzten halben Vanilleschote aufkochen, ziehen lassen, Schote entfernen.

Schritt 3: Den gemahlenen Blaumohn in die Milch geben sowie 50 Gramm Zucker. Dann die Mohnmasse mit Hartweizengrieß andicken. Abkühlen lassen.

Schritt 4: Zwei Eier trennen, Eigelbe einzeln unter die Mohnmasse rühren. Dünne Streifen Zitronenschale untermengen.

Schritt 5: Die Aprikosen halbieren, entkernen und blanchieren. Danach ihre Haut abziehen. Die Früchte mit etwas Zitronensaft und Aprikosenmarmelade marinieren.

Schritt 6: Die Mohnmasse auf den heißen Mürbeteig streichen, Aprikosen darauf verteilen. Die übrigen zwei Eiweiß mit Zucker steifschlagen, auf den Kuchen geben. Ihn bei 180 Grad Ober- und Unterhitze auf unterer Schiene gut eine halbe Stunde backen. Die letzten Minuten aufpassen, dass der Eischnee leicht braun, nicht schwarz wird.

Tipps

  1. Den Mohn am besten frisch mahlen. So entfaltet er sein Aroma. Zuhause eignen sich eine alte Kaffeemühle oder ein Mörser. Oder, wenn möglich, im Geschäft – etwa in einem Reformhaus – mahlen lassen.
  2. Es stehen viele Gäste ins Haus? Für einen Blechkuchen etwa die doppelte bis dreifache Menge nehmen: 900 Gramm Mehl, 250 Gramm Mohn, 40 Gramm Grieß und 10 Aprikosen – oder Äpfel, was gerade für Mohnkuchen auf dem Blech typisch ist.
  3. Die Zitrusfrüchte in Bioqualität kaufen, da deren Schale nicht mit Pestiziden behan­delt wurde. Zestenreißer sind perfekt, um kleine dünne Streifen Schale abzureißen, die Zesten.
  4. Weitere Varianten: Hefe- statt Mürbeteig nehmen. Unter die Mohnmasse in Rum eingeweichte Rosinen geben. Oder den Kuchen mit Mandarinen, Orangen oder Pfirsichen belegen.

Nährwerte pro Stück: Eiweiß: 3,5 g, Fett: 12 g, Kohlenhydrate: 16 g, Kilojoule/Kilokalorien: 1 095/265.

Wissenswertes

Mohn wird bereits seit 5 000 Jahren in Europa angebaut. Für Lebensmittel wird nur der Schlaf- oder Blaumohn verwendet. Die Samen werden aus den reifen Kapseln gewonnen. Je nach Sorte sind sie blau, grau oder weiß. Die übrigen Sorten sind eher ungenießbar. Jedes Jahr kommen rund 10 000 Tonnen Speisemohn aus der Türkei, Tschechien, Ungarn und Österreich zu uns. Die Ware wird inzwischen besser kontrolliert, um hohe Morphingehalte auszuschließen. Morphin steckt im Opium, dem getrockneten Saft des Schlafmohns. Opium wird als Droge gehandelt, Morphin in Schmerzmitteln eingesetzt. Mohnsamen sind sehr mineralstoffreich. Sie bringen es auf 1 460 Milligramm Kalzium pro 100 Gramm. Dazu bestehen sie zu rund 40 Prozent aus Fett. Daraus wird Öl gewonnen. In Frankreich heißt es Olivette.

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