Rezept des Monats Rezept

Joghurt, Sojasoße, Ingwer, Cumin, Bocks­horn­klee – das Food Lab Münster legt Rinder­steaks zwölf Stunden in eine exotische Creme ein. Nach dem Grillen ist das Fleisch zart und würzig. Wer kein Rind­fleisch mag oder Vegetarier ist, kann auch Hähn­chen­schnitzel, Tofu, Auberginen, Pilze oder Zucchini auf den Grill legen.

Zutaten für 4 Personen

Für die Marinade:

  • 60 ml Tomatenmark
  • 80 ml Natur­joghurt
  • 100 ml Sojasoße
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 50 g Ingwer
  • 2 EL Marmelade, etwa Blau­beer
  • 1 Zitrone
  • 2 EL Cumin
  • 1 halber TL Bocks­horn­klee
  • je 1 TL Koriandersaat, Kardamom, süßes Paprikapulver
  • 1 Chilischote
  • 2 Stangen Zitronen­gras

Das Grill­gut:

  • 4 Steaks, etwa Hüft­steaks, à 150 g
  • Alternativ: 600 g Hähn­chen­schnitzel, Tofu, Auberginen, Pilze oder Zucchini

Nähr­werte pro Portion

  • Energie: 529 KJ / 126 kcal,
  • Fett: 7 g,
  • Eiweiß: 36 g,
  • Kohlenhydrate: 16 g,
  • Salz: 3 g

Zubereitung

Rezept des Monats Rezept

Hacken. Knoblauch und Zwiebel schälen, Ingwer häuten, alles mit einem scharfen Messer sehr fein hacken.

Mörsern. Cumin, Bocks­horn­klee, Koriander- und Kardamom­samen sehr kurz – etwa 20 Sekunden – in einer heißen Pfanne trocken anrösten. Wenn die Gewürze bereits vorher verbrannt riechen sollten, sofort vom Herd ziehen. Im Mörser zerstoßen. Paprikapulver zufügen.

Rühren. Tomatenmark, Joghurt und Sojasoße in einem hohen Gefäß mischen. Die Chilischote klein schneiden, den Zitronen­gras-Strunk reiben – beides zugeben und mit einem Pürier­stab kurz aufschlagen. Die Zitrone auspressen, den Saft zusammen mit der Marmelade unter die Joghurt-Creme rühren.

Marinieren. Die Steaks mit der Marinade dick einpinseln oder darin wenden. Das Fleisch mindestens zwölf Stunden vor dem Grillen gekühlt ziehen lassen.

Grillen. Marinade auf den Steaks belassen, auf den Grill legen. Fertiges Fleisch zehn Minuten abge­deckt ruhen lassen.

Tipps aus der Testküche

Rezept des Monats Rezept

Hüft­steaks kaufen. Sie trocknen beim Grillen wenig aus, weil sie viel Bindegewebe enthalten. Die saure Marinade zersetzt es, das Fleisch wird butter­weich.

Grillaromen verstärken. Über der Glut­hitze reagieren Fleisch­eiweiße mit dem Zucker von Marmelade und Zwiebeln. Karamell-Aromen entstehen. Indische Gewürze, Sojasoße und Tomatenmark geben Extra-Kicks. „Saure Marinaden bremsen Keime, würzen Fleisch und machen es saftig.“ Professor Dr. Guido Ritter, wissenschaftlicher Leiter des Food Lab an der Fach­hoch­schule Münster, hat das Rezept für test-Leser entwickelt.

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