Rezept des Monats Rezept

Fertig gekaufte Getreideriegel schme­cken meist sehr süß. Unsere in etwa 30 Minuten zubereitete Variante mit Amaranth ist eher herz­haft – ein prima Pausens­nack, wenn auf Radtouren oder Wanderungen der Appetit auf Herz­haftes wächst. Amaranth, Cashew-Nüsse, Käse, Oliven – das Food Lab Münster hat für test-Leser einen ungewöhnlichen Snack entwickelt, der auf langen Touren Energie gibt.

Zutaten für 8 Riegel:

  • 2 Eier
  • 180 g Käse, etwa Gouda oder Cheddar
  • 120 g gepuffter Amaranth
  • 100 g kernlose Oliven
  • 100 g frische Karotten
  • 80 g getrock­nete Tomaten
  • 60 g Cashew-Nüsse
  • 50 g Sonnenblumen-, Kürbis- oder Pinien-Kerne
  • 30 g Honig
  • 2 TL frische Kräuter, zum Beispiel Basilikum, Rosmarin, Thymian

Pro Portion (zwei Riegel):

  • Fett: 42 g,
  • Eiweiß: 31 g,
  • Kohlenhydrate: 39 g,
  • Salz: 1,5 g
  • Energie: 2 738 Kilo­joule/652 Kilokalorien

Zubereitung

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Ofen und Form vorbereiten. Den Ofen auf 180 Grad Celsius vorheizen. Eine flache recht­eckige Back- oder Auflaufform, zum Beispiel 40 mal 30 mal 7 Zenti­meter groß, mit Back­papier auslegen.

Zutaten zerkleinern. Oliven, getrock­nete Tomaten und Kräuter hacken. Kerne im Mörser zerstoßen. Eier in einer Schüssel mit einem Schnee­besen gut verschlagen. Käse und Karotten reiben.

Amaranth puffen. Wenn Sie keinen fertig gepufften Amaranth haben, können Sie die Körner selbst puffen: eine Pfanne ohne Fett stark erhitzen, die Körner darin verteilen, vom Herd ziehen, umrühren, Deckel drauf, aufspringen lassen. Sie haben jetzt eine weiche Struktur.

Zutaten vermengen. Alle Zutaten sowie den gepufften Amaranth in die Ei-Masse geben. Erst mit einem Spatel, dann mit den Händen gut verkneten. Die Masse etwa 2 Zenti­meter dick in die Back­form streichen und anpressen.

Backen. Den Teig 15 Minuten gold­braun backen. Die Form aus dem Ofen holen und die Masse gleich mit dem Spatel zusammen­pressen. Auskühlen lassen, in Riegel schneiden. In einer Dose halten sie auch an heißen Tagen einen Tag lang.

Tipp aus der Testküche

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Professor Dr. Guido Ritter

„Amaranth liefert viel Kalzium, Magnesium, Eisen, hoch­wertiges Eiweiß und ist glutenfrei“, sagt Professor Dr. Guido Ritter. Der wissenschaftliche Leiter des Food Lab an der Fach­hoch­schule Münster hat das Rezept mit seinem Team entwickelt.

Amaranth probieren. Das „heilige Wunder­korn der Inka“ stammt ursprüng­lich aus Latein­amerika. Es zählt zu den Fuchs­schwanz­gewächsen und nicht zum Getreide, auch wenn es so verwendet wird. Amaranth schmeckt nussig. Es bietet mehr Kalzium, hoch­wertiges Eiweiß und ungesättigte Fett­säuren als heimische Getreide.

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