Rezept des Monats Rezept

Klöße selbst machen – das erinnert an früher, als mühevoll eimerweise Kartoffeln gerieben wurden. Wir machen es einfach und bunt: Neben Kartoffeln kommen Spinat, Parmesan und Speck ins Spiel. Serviert wird mit gebräunter Butter.

Zutaten für 4 Personen

Kartoffel-Spinat-Kloß:

  • 300 g mehlige Kartoffeln
  • 200 g frischer Spinat
  • 70 g Mehl
  • 1 Eigelb
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Kartoffel-Parmesan-Kloß:

  • 500 g mehlige Kartoffeln
  • 100 g Mehl
  • 1 Eigelb
  • 80 g geriebener Parmesan
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Kartoffel-Speck-Kloß:

  • 500 g mehlige Kartoffeln
  • 80 g magerer Speck
  • 100 g Mehl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Eigelb
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Nährwerte pro Portion (6 kleine Klöße): Eiweiß: 23 g, Fett: 15 g, Kohlenhydrate: 65 g, Kilojoule/Kilokalorien: 2 023/495

Zubereitung

Schritt 1: Für jede Kloßsorte sieht die Vorbereitung gleich aus: Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser kochen. Die heißen Kartoffeln mit einem Kartoffelstampfer zu einem glatten Teig verarbeiten.

Schritt 2: Je nach Kloßsorte wird dann unterschiedlich weitergemacht:

Für Spinatklöße den frischen Spinat waschen, ihn ohne weitere Zugabe in einem Topf etwa fünf Minuten dünsten. Spinat grob hacken, würzen, mit Eigelb und Mehl zu den gestampften Kartoffeln geben. Etwa drei Minuten zu glattem Teig kneten.

Für Parmesanklöße den Kartoffelteig würzen, dann Eigelb, Mehl und den geriebenen Parmesan sorgfältig unterarbeiten.

Für Speckklöße parallel zu Schritt 1 den Speck in einer Pfanne mit sehr klein geschnittenen Zwiebelwürfeln anschwitzen. Beides mit Eigelb, Petersilie, Gewürzen und Mehl unter die Kartoffeln mischen.

Schritt 3: Für alle Sorten geht es gleich weiter: Aus dem Teig mehrere Rollen von gut zwei Zentimeter Durchmesser formen. Von jeder Rolle zwei Zentimeter dicke Scheiben (am besten mit einem Teigschaber) abtrennen und zu Klößen formen. Diese in kochendem Salzwasser garen, bis sie an der Oberfläche schwimmen.

Tipps

  1. Das Mehl peu à peu unter die Kartoffelmasse heben: Mit zu wenig Mehl zerfallen Klöße, mit zu viel Mehl werden sie zu fest.
  2. Das Praktische an den Teigrollen: Mit ihnen bekommt man gleichgroße Klöße, kann Portionen besser kalkulieren – und alle Klöße werden zur selben Zeit gar. Wer viele Klöße zubereitet, sollte nicht alle auf einmal ins heiße Wasser geben: Dann fällt die Temperatur und sie verkleistern nicht, das heißt sie können auseinanderfallen.
  3. Hände vorm Kloßformen anfeuchten, dann klebt der Teig nicht so stark. Für schöne Kugeln braucht es etwas Übung.
  4. Für die Würze am besten Muskatnuss frisch auf einer feinen Reibe reiben (siehe Foto unten). Bei fertigem Muskatpulver ist oft schon das typische Aroma verflogen.
  5. Keine Zeit zum Selbermachen? Die Auswahl im Supermarkt ist groß. Welche gekühlten Klöße, Tiefkühlklöße oder Pulver am besten zum Sonntagsbraten schmecken, zeigt der Test: Kartoffelklöße aus test 11/2010.

Wissenswertes

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Muskatnüsse stammen von den Molukken, die zu den Gewürzinseln zählen. Arabische Händler brachten sie im Mittelalter nach Europa, heute sind Indonesien, Grenada und Indien große Exporteure. Die Nuss mit der harten Schale wächst im Inneren der Früchte des Muskatbaums. Nach der Ernte werden die Nüsse getrocknet, damit sich keine gefährlichen Schimmelpilzgifte bilden. Große und gesunde Nüsse werden verkauft, kleine zu Pulver verarbeitet. Der kräftig-süße Geschmack passt gut zu Kartoffel- und Käsegerichten und zu Lebkuchen. In großer Menge soll Muskat berauschen und Übelkeit erzeugen, dafür sorgt der Stoff Myristicin. Dazu braucht es aber bis zu einer halben Nuss.

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