Rezept des Monats Rezept

Das Leben ist zu kurz, um schlechte Suppe zu essen, sagen die Viet­namesen. Sie müssen es wissen. Ihre typische Suppe mit Nudeln und Rind verbreitet Wohlig­keit und lässt sich prima mit Gästen teilen. Sie muss nur kochend heiß sein.

Zutaten für vier Personen:

Brühe:

  • 2 l Rinderfond
  • 4 Stangen Zitronen­gras
  • 12 Limettenblätter
  • 50 g Ingwer
  • 2 EL Fisch­soße
  • 3 EL helle Sojasoße

Fleisch:

  • 400 g Rump­steak
  • 1 kleine rote Chili
  • 1 Scheibe Ingwer
  • 2 EL helle Sojasoße
  • 1 EL Honig
  • 1 TL Sesamöl

Einlagen:

  • 100 g Reisnudeln
  • 100 g Soja­sprossen
  • 1 große Möhre
  • 4 Stangen Frühlings­lauch
  • je 4 EL Thaibasilikum, Koriander

Zubereitung

Rezept des Monats Rezept

Schritt 1: Das Rump­steak marinieren. Dazu das Fleisch in 2 Zenti­meter dicke Scheiben schneiden, mit der Chilischote, Ingwer, Sojasoße, Sesamöl und Honig in einem Gefrierbeutel vermischen, luft­dicht für 2 Stunden ziehen lassen. Zum Servieren roh in sehr dünne Scheiben schneiden.

Schritt 2: Den Fond aufsetzen, zum Kochen bringen. Ingwer in Scheiben schneiden, Zitronen­grashalme grob anschneiden. Beides mit Limettenblättern zur Brühe geben, eine Stunde köcheln lassen.

Schritt 3: Den Suppenfond mit Soja- und Fisch­soße abschme­cken. Er sollte sehr kräftig schme­cken – er würzt alle Einlagen.

Schritt 4: Die Soja­sprossen waschen, die Möhre in feine Streifen schneiden. Thaibasilikum und Koriander zupfen, Frühlings­lauch in feine Ringe schneiden. Alles in Schüsseln verteilen.

Schritt 5: Die Nudeln kochen, dabei die Packungs­anleitung beachten. Ein paar Tropfen Sesamöl im Wasser verhindern, dass sie zusammen­kleben.

Schritt 6: Essens­zeit: Jeder kombiniert auf seinem Teller nach Belieben Fleisch, Nudeln und Gemüse. Das Ganze wird dann mit der superheißen Brühe über­gossen – so garen Fleisch und Gemüse blitz­schnell.

Tipps

  1. Wer Zeit hat, kann den Fond selbst zubereiten. Dazu 200 Gramm Mark­knochen, 400 Gramm Suppenfleisch und 2 Bund Suppengrün in 3 Liter Wasser köcheln lassen. Nach 2 Stunden die Brühe abseihen.
  2. Die Suppe wird traditionell mit Rind­fleisch oder Huhn serviert. Alternativen sind Tofu oder Thun­fisch. Letzerer sollte Sushi-Qualität haben, in Sesam gewälzt und kurz scharf ange­braten werden.
  3. Die Reisnudeln unbe­dingt nach der Packungs­anleitung zubereiten. Hilf­reich ist es, die Nudeln nach dem Kochen hand­licher zuzu­schneiden. Wer mag, kann Glasnudeln verwenden.
  4. Neben Chili, Ingwer und Sojasoße würzt die bräunliche Fisch­soße. Sie wird aus kleinen, fermentierten Fischen wie Anchovis hergestellt und in Asien wie Salz verwendet. Es gibt sie auch in Asialäden.
  5. Wichtig für Gast­geber: Die Brühe auf ein Stövchen stellen, damit sie heiß bleibt. So kann jeder jeder­zeit Nach­schlag holen.

Nähr­werte pro Person (gut 2 Teller):

  • Eiweiß: 36 g
  • Fett: 5 g
  • Kohlenhydrate: 30 g
  • Kilo­joule/Kilokalorien: 1 291/308

Wissens­wertes

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Die typisch asiatischen Gewürz­pflanzen hauchen dieser Suppe Leben ein, die wichtigsten gibt es frisch im Asiasu­permarkt. Etwa Zitronen­gras, das zu den Gräsern gehört. Die langen spitzen Halme bringen frischen Zitronen­geschmack. Vor dem Kochen müssen sie ange­quetscht werden, damit das ätherische Öl Citral freigesetzt wird. Auch die dunkelgrünen Limetten- oder Kaffirblätter mit der wachs­artigen Oberfläche schme­cken stark nach Zitrone, sie werden ähnlich wie Lorbeerblätter mitgekocht. Einge­froren halten sie sich ein halbes Jahr. Auch das erfrischende Thaibasilikum gehört dazu. Das Kraut hat rötliche Stängel, seine Blätter ähneln denen der Minze. Es kocht nicht mit, sondern wird über die Suppe gestreut.

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