Rezept des Monats Rezept

Nicht ganz einfach, aber köstlich: Artischocken frisch zubereiten. Für diese italienisch angehauchte Vorspeise werden die Blätter nicht gekocht, sondern mariniert, dazu mit Flusskrebsen und Dill garniert. Gäste werden Augen machen.

Zutaten für 4 Personen:

  • 2 große Artischocken (oder 4 kleine)
  • 300 g Flusskrebsschwänze, vorgegart, ohne Schale (alternativ 8 bis 12 Garnelen)
  • 5 halbgetrocknete Tomaten
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 EL Dill
  • 1 Limette
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • Zitronensaft

Nährwerte pro Person: Eiweiß: 16 g , Fett: 20 g, Kohlenhydrate: 3 g,
Kilojoule/Kilokalorien: 1 075/258.

Zubereitung

Schritt 1: Das Dressing zubereiten: Brühe mit dem Saft der Limette verrühren, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Das Olivenöl hinzufügen, cremig rühren. Fein gehackten Dill einrühren.

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Schritt 2: Artischocken gründlich außen und in Zwischenräumen waschen, abtropfen lassen. Stielansätze entfernen: am besten über eine Tischkante brechen, sodass harte Fasern aus dem Blütenboden gelöst werden. Trockene Außenblätter entfernen.

Schritt 3: Das obere Drittel der Artischocken abschneiden. Übrige Blattansätze und harte Stellen rund um den Blütenboden wegschneiden. Im Inneren des Bodens sitzt das ungenießbare Heu – mit einem Kugelausstecher oder einfacher mit einem Teelöffel entfernen.

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Schritt 4: Übrig bleibt das Artischockenherz. Es wird mit einem Gemüsehobel in feine Blättchen gehobelt. Wer hat, nimmt einen Trüffelhobel. Die Blättchen im Dressing wenden. Sie sollen schön knackig bleiben.

Schritt 5: Marinierte Blätter auf einem Teller anrichten, Flusskrebsschwänze und Tomaten darauf verteilen. Da Artischocken sich schnell verfärben, am besten sofort mit frischem Brot genießen.

Tipps

  1. Halten Sie Zitronensaft bereit: Reiben Sie Schnittstellen der Artischocken zügig ein, sonst entstehen unschöne Farben.
  2. Wer kleine Artischocken verwendet, kann sie vierteln und für wenige Minuten in Olivenöl anbraten. Wer mag, träufelt das Dressing darüber – ist aber kein Muss.
  3. Häufig werden Artischocken mit Pasta oder kurzgebratenem Fleisch kombiniert. Auch beliebt: sie in Dips aus Tomate, Curry oder in eine Vinaigrette zu tunken. Dazu Artischockenböden weich kochen, Blätter ablösen, dippen und auslutschen.
  4. Die Flusskrebsschwänze sollten am besten aus Wildfang stammen. Wer alternativ Garnelen verwendet, kann auf Bioware und Produkte mit MSC-Siegel (Marine Stewardship Council) zurückgreifen. Für diese Vorspeise werden die Garnelen kurz in Olivenöl angebraten und gewürzt.
  5. Basilikum und Co. haben Dill den Rang abgelaufen. Entdecken Sie den aromatischen Geschmack von Dill neu. Kaufen Sie die gefiederten Blättchen stets frisch.

Wissenswertes

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Bis ins 18. Jahrhundert waren Artischocken, ein Distelgewächs, dem Adel vorbehalten. Heute sind sie nahezu ganzjährig für jedermann im Angebot, ab April gibt es viel frische Ware aus Südeuropa und Nordafrika. Artischocken wollen erschlossen werden. Wer an ihr zartes Herz will, den genießbaren Blütenboden, muss einige Hüllen und Schichten geschickt lösen. Gerade bei großen Exemplaren wird nur der Blütenboden verwertet. Bei mittelgroßen Sorten kann auch das Stielinnere und der untere Teil der Blätter mitgegessen werden. Kleine Artischocken aus früher Ernte können im Ganzen genossen werden. Hier werden nur trockene Blattspitzen entfernt, bevor man sie in Olivenöl anbrät. Das feinherbe Aroma der Artischocke geht auf den Bitterstoff Cynarin zurück. Sie liefert viele Ballast- und Mineralstoffe, aber kaum Fett.

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