Der britische Finanzdienstleister Halifax Group plc (Halifax) hat wesentliche Unternehmensbereiche des britischen Lebensversicherers Equitable Life gekauft. Damit ist der Fortbestand der fondsgebundenen Policen sowie der nicht-überschussbeteiligten Verträge wie der Garantierenten- und Risikolebensversicherungen gesichert. Auch Policen des so genannten deutschen Typs, die bis März 1997 in Deutschland verkauft wurden, werden weitergeführt.

Equitable Life war im vergangenen Jahr in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Im Dezember 2000 hatte das Unternehmen das Neugeschäft eingestellt.

Die Übernahme aller überschussbeteiligter Lebens- und Rentenversicherungsverträge des so genannten britischen Typs durch den Finanzdienstleister Halifax ist allerdings noch nicht unter Dach und Fach. Diese Policen wurden zwischen Juli 1994 und Dezember 2000 auf dem deutschen Markt vertrieben. Halifax verlangt, dass Equitable Life sich zuvor mit den Kunden über die Fortführung der Verträge zu neuen Konditionen einigt.

Equitable Life beabsichtigt, bis Ende dieses Jahres allen betroffenen Kunden ein Vergleichsangebot (GAR-Plan) zu unterbreiten. Deutsche Kunden, die einen Vertrag unterzeichnet haben, erhalten demnach eine einmalige Werterhöhung ihres Vertragsguthabens in Höhe von durchschnittlich 2,5 Prozent. Dafür müssen sie auf potenzielle Schadenersatzansprüche gegenüber Equitable Life verzichten.

Ob der GAR-Plan eine faire Lösung ist, überprüft die britische Versicherungsaufsicht Financial Services Authority (FSA). Mit einer Stellungnahme der Behörde können Kunden nach Zugang des konkreten Angebots rechnen. Sprecherin Deborah Fowler betonte gegenüber Finanztest, dass jeder Kunde prüfen solle, ob das Angebot für ihn akzeptabel sei oder nicht. Wer zweifelt, solle sich unabhängig beraten lassen.

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