Rest­urlaub Meldung

Arbeitnehmer, die ihre Ferien schon bis zum Ende des Jahres durch­geplant haben, sind fein raus – zumindest wenn ihr Chef die Urlaubs­anträge schon abge­segnet hat. Alle anderen sollten jetzt Anträge stellen oder Vereinbarungen über den verbleibenden Rest­urlaub treffen. Sonst kann es passieren, dass Urlaubs­tage verfallen.

Das ist die Rechts­lage

Arbeitnehmern stehen laut Bundes­urlaubs­gesetz 24 Werk­tage Urlaub zu, wenn sie Voll­zeit arbeiten und das ganze Jahr über beschäftigt sind. Oft gewähren Firmen ihren Angestellten auch 30 Tage pro Jahr. Aus juristischer Sicht ist klar: Urlaub muss im laufenden Kalender­jahr genommen werden. Einen Rechts­anspruch, ihn zu verschieben, gibt es nicht. Darauf pochen kann man nur, wenn wichtige Gründe die Ferien verhindern. Allerdings sehen viele Tarif­verträge vor, dass Arbeitnehmer einen Teil der freien Tage ins nächste Jahr retten können. Meist muss dann laut Betriebs­ver­einbarung der Urlaub bis zum 31. März des Folge­jahres abge­feiert werden.

Wann Ausnahmen drin sind

Ein Sonderfall tritt ein, wenn Mitarbeiter krank sind und deshalb keinen Urlaub nehmen können. Den Rest­urlaub dürfen sie dann ins nächste Jahr schieben. Stichtag ist wiederum der 31. März. Bei einer Arbeits­unfähigkeit haben Beschäftigte das Recht, den Urlaubs­anspruch ins über­nächste Jahr mitzunehmen. Nach der Recht­sprechung des Bundes­arbeits­gerichts gilt: Die übrig gebliebenen Urlaubs­tage verfallen 15 Monate nach Ablauf des Kalender­jahrs.

Urlaub ausbezahlen nach strengen Regeln

Arbeits­rechts­experten sprechen von Abgeltung, wenn nicht genom­mene Urlaubs­tage ausbezahlt werden. Erlaubt ist das nur, wenn das Arbeits­verhältnis vor Ablauf des Jahres endet und der Mitarbeiter keinen Urlaub mehr antreten kann. Ferien sollen der Erholung dienen – deshalb verbietet der Gesetz­geber die Auszahlung von Urlaubs­tagen.

Tipp: Prüfen Sie, welche Urlaubs­regelungen Ihr Tarif­vertrag vorsieht. Sprechen Sie mit Ihren Vorgesetzten, wenn Sie Urlaub schieben wollen.

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