Reste vom Weihnachts­essen Meldung

Eineinhalb Entenkeulen, drei Klöße und noch etwas Brokkoli – bei vielen schlummern nach den Fest­tagen hoch­wertige Essens­reste im Kühl­schrank. Was tun – einfrieren, pürieren, über­backen? Es lohnt sich, Weihnachts­reste kreativ weiterzuver­arbeiten. test.de zeigt, wie das Spitzenköche machen und gibt Tipps aus der eigenen test-Küche.

Alles, nur nichts wegschmeißen

Eines ist klar: Wegschmeißen kommt bei übrig gebliebenen Leckereien vom Weihnachts­menü nicht infrage. Das passiert mit anderen Lebens­mitteln schon viel zu häufig: Rund 82 Kilogramm Essen wirft der Deutsche im Laufe eines Jahres weg, vieles davon wäre noch verzehr­bar. Um die Lebensmittelverschwendung zu stoppen, geben inzwischen zahlreiche Internetportale Hilfe­stellung, zum Beispiel der Resterechner der Verbraucher Initiative oder das kostenlose Tausch­portal Foodsharing.de. Smartphone­besitzer können sich auch die App Zu gut für die Tonne herunter­laden. Sie wurde im Auftrag des Bundes­ministeriums für Verbraucher­schutz von Starköchen entwickelt. Damit lassen sich über einzelne Zutaten Reste-Rezepte ermitteln: Aus Kartoffeln werden da zum Beispiel Gnocchi, Brokkoli­röschen bereichern einen Brotsalat.

Kreative Ideen von Bioköchen

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Flädle­suppe

Spezielle Tipps für die Reste vom Fest­tags­essen geben die BioSpitzenköche. Dabei handelt es sich um einen Zusam­menschluss von Köchen, die über­wiegend Biolebens­mittel verarbeiten und saisonale, regionale und fair gehandelte Lebens­mittel bevor­zugen. Ihre Lösung: Aus Resten werden Suppen, Aufläufe und Salate:

  • Karkasse, sprich Knochen von Ente und Gans: Einfach in kaltem Wasser aufsetzen und eine Fleischbrühe kochen. Mit Bandnudeln oder Grieß­klöß­chen wird daraus eine wärmende Suppe.
  • Fleisch vom Weihnachts­braten: Mit Maronen, Pilzen und Soßen zu einem Ragout verarbeiten. Alternativ: Die kalten Fleisch­stücke in Streifen schneiden. Mit Crème fraîche, Ingwer, Chili, Sellerie und Apfel daraus einen Salat machen.
  • Beilagen wie Kartoffeln, Nudeln und Gemüse: Daraus einen Auflauf machen und mit übrigem Käse oder Sahne über­backen. Das Gleiche bietet sich für Reste vom Raclette an.
  • Klöße: In Scheiben schneiden, in Butter anbraten und mit einem frischen Feld­salat servieren.
  • Käse von der Käseplatte oder vom Fondue: Daraus eine deftige Käse­suppe kochen.

Rezepte aus der test-Küche

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Kohl orienta­lisch

Wer weitere Ideen sucht, kann in den Rezepten und Kochtipps der Stiftung Warentest stöbern. Die Rezepte können kostenlos herunter­geladen werden. Für Weihnachts­reste empfiehlt test.de:

  • Brokkoli und Champignons machen sich prima in einem Salat mit Gnocchi.
  • Schrumpelige Äpfel und Aprikosen sowie übrige Nüsse vom Plätz­chenba­cken wandern am besten in einen Crumble.
  • Reste von Sellerie, Chinakohl und Orangen lassen sich in einem Waldorf-Salat auffangen.
  • Weiß­kohl und Paprika werden mithilfe von Kreuzkümmel zu einem orientalischen Kohlgericht.
  • Übrig gebliebener Christ­stollen kann als Stollen-Parfait groß heraus­kommen.
  • Wer schließ­lich genug vom Resteessen hat und rund um den Jahres­wechsel etwas Leichtes bevor­zugt, der liegt mit einem klassischen Karpfen blau richtig.

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