Reservierungshypothek der Hannoverschen Leben Schnelltest

Haus- und Wohnungssuchende können sich bei der Hannoverschen Leben sechs Monate lang ein Darlehen zum aktuellen Zinssatz reservieren lassen – auch wenn sie ihre Wunschimmobilie noch gar nicht gefunden haben.

Angebot: Die „Reservierungshypothek“ bekommen nur Arbeitnehmer und Beamte, die in die Immobilie selbst einziehen wollen (Kreditbeispiel siehe Tabelle). Voraussetzung ist ein Eigenkapital in Höhe von mindestens 30 Prozent des geplanten Kaufpreises. Außerdem müssen Kunden ungefähre Angaben zur Art, Lage und Bauweise der Immobilie machen.

Vorteil: Die Reservierungshypothek schützt davor, dass die Hypothekenzinsen bis zum Abschluss des Bau- oder Kaufvertrags steigen. Schon ein Zinsanstieg von einem halben Prozentpunkt würde ein 150 000-Euro-Darlehen mit zehn Jahren Zinsbindung um rund 9 000 Euro verteuern. Die Zinssätze der Hannoverschen sind günstig. Der Kunde kann jährliche Sondertilgungen bis zu 10 Prozent der Kreditsumme leisten und die Rate ändern.

Nachteil: Das geforderte Eigenkapital dürfte für viele eine zu hohe Hürde sein. Sonst gibt es keine Nachteile. Es fallen weder Gebühren noch Bereitstellungszinsen an. Der Kunde muss das Darlehen nicht abnehmen. Sollten die Zinsen fallen, kann er ein günstigeres Darlehen bei der Hannoverschen oder einem anderen Institut aufnehmen.

Finanztest-Kommentar: Ein sehr gutes Angebot für Kunden, die ein Eigenheim planen und relativ viel Eigenkapital haben. Unter mehr als 70 von uns befragten Kreditinstituten bot nur noch die Sparda-Bank Hamburg eine Reservierungshypothek an (siehe Tabelle). Ihre Zinssätze lagen etwas höher als bei der Hannoverschen, dafür sind nur 20 Prozent Eigenkapital nötig.

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