Reparaturkosten-Versicherung Meldung

Der Fahrer eines Gebrauchtwagens bekommt von seiner Reparaturkosten-Versicherung die Werkstattkosten ersetzt, obwohl er die Gesellschaft zuvor nicht schriftlich um Genehmigung gebeten hat. Das Landgericht Düsseldorf hat die Genehmigungsklausel für unwirksam erklärt, wenn der Kunde auch noch eine zweite Klausel erfüllen muss (Az. 22 S 52/05). Der Versicherer hatte geregelt, dass der Fahrer nur dann Geld sieht, wenn das Auto wirklich repariert wurde. In Kombination gelten beide Klauseln nicht. Für den Versicherer wäre es sonst zu einfach, die Zahlung zu verweigern.

Im selben Urteil erklärten die Richter noch eine weitere Klausel für unzulässig: Der Versicherer muss die volle Werkstattrechnung übernehmen, da er „100 Prozent Lohn- und Materialkostenerstattung“ garantiert hat. Eine Einschränkung auf eine Garantiehöchstsumme an anderer Stelle, etwa im Kleingedruckten, ist wegen fehlender Transparenz ungültig.

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