Rentner, die einen Nebenjob haben, zahlen gleich zweimal in die Krankenkasse ein: aus ihrer Rente und aus ihrem Arbeitslohn. Beide Beiträge werden aber unabhängig voneinander berechnet. Das kann dazu führen, dass mancher Rentner zu viel zahlt, weil er über der Bemessungsgrenze liegt.

Hier ein Beispiel: Ein Rentner mit 1 400 Euro Rente arbeitet nebenbei in seiner alten Firma und verdient dort monatlich 2 400 Euro brutto. Damit liegt er insgesamt bei 3 800 Euro im Monat und über der Bemessungsgrenze von 3 375 Euro. Also hat er auf 425 Euro zu viele Beiträge bezahlt. Deshalb kann er die Hälfte des zu viel gezahlten Betrags aus seiner Rente zurückverlangen.

Bei einem Kassen-Beitragssatz von 14 Prozent wären das monatlich 29,75 Euro. Erstattet wird rückwirkend für die letzten vier Jahre. Das gilt auch für Beiträge zur Pflegeversicherung: 2001 betrug die Bemessungsgrenze einheitlich 6 525 Mark. 2000 waren es 6 450 Mark (Ost: 5 325 Mark), 1999: 6 375 Mark (Ost: 5 400 Mark), 1998: 6 300 Mark (Ost: 5 250 Mark).

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