Die bis zu 34 Zeichen lange Iban, die seit Jahres­anfang Konto­nummer und Bank­leitzahl ersetzt, erfordert Konzentration bei der Eingabe. Ein Neurentner leistete sich einen fatalen Lapsus: Wegen eines Zahlendrehers wurde seine Rente auf ein falsches Konto gebucht. Zwar bemerkte er den Fehler noch vor der ersten Über­weisung und korrigierte die Iban bei der gesetzlichen Renten­versicherung sowohl mündlich als auch schriftlich – aber ohne Erfolg. Die Renten­versicherung über­wies die Rente trotz Korrektur auf ein fremdes Konto und lehnte jede Verantwortung ab. Der Rentner müsse selbst heraus­finden, wer das Geld fälsch­licher­weise erhalten habe und es sich zurück­holen. Das ließ sich der Rentner nicht gefallen und ging vor Gericht. Nun entschied das Sozialge­richt Koblenz, dass der Rentner recht­zeitig korrigiert habe und es ihm nicht zuzu­muten sei, noch länger auf seine Rente zu warten. Der Renten­versicherungs­träger muss umge­hend nach­zahlen (Az. S 1 R 291/16 ER).

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