Selbstständige Lehrer können sich bis zum 30. September 2001 auf Dauer von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Dies regelt Paragraph 231 Absatz 6 des VI. Sozialgesetzbuchs. Voraussetzung ist, dass sie privat vorgesorgt haben.

Freiberufler wie Sport- und Musiklehrer oder Dozenten an Volkshochschulen, aber auch selbstständige Hebammen und Pfleger sind eigentlich rentenversicherungspflichtig. Viele wussten das aber nicht und sehen sich plötzlich mit hohen Beitragsnachzahlungsforderungen der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) konfrontiert. Die BfA verlangt Nachzahlungen für die letzten vier Jahre. Über 40.000 Mark können im Einzelfall dabei zusammenkommen.

Wer der BfA erklärt, dass er über seine Versicherungspflicht nicht informiert war, vor 1999 seine Tätigkeit aufgenommen hat und nachweisen kann, dass er privat für das Alter vorgesorgt hat, kann diesen Nachzahlungen entgehen und sich auch in Zukunft von der Versicherungspflicht befreien. Der Selbstständige muss aber vor dem 10.12.1998 begonnen haben, in eine Lebens- oder Rentenversicherung einzuzahlen. Die Einzahlungen müssen etwa denen in die gesetzliche Rentenversicherung entsprechen. Das sind zurzeit 19,1 Prozent des Bruttolohns. Und die Versicherung darf frühestens am 60. Geburtstag ausgezahlt werden.

Generell von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen kann sich, wer vor dem 2. Januar 1949 geboren wurde.

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