Rentensplitting Meldung

Wer "nur" im Haushalt arbeitet, hat nichts vom neuen Rentensplitting.

Mit der Rentenreform ist auch ein neues Rentenrecht für Ehepaare entstanden: das so genannte Rentensplitting. Ehepaare dürfen ihre Ansprüche auf eine gesetzliche Altersrente künftig splitten. Sie können sich dafür jederzeit entscheiden. Nach dem Tod eines Partners ist eine Änderung nicht mehr möglich. Wen ein Ehepartner stirbt, werden die Rentenansprüche beider, die während der Ehe erworben wurden, addiert und anschließend geteilt. Jeder der Partner erhält dadurch nach dem Tod des anderen eine gleich hohe Rente.

Profitieren kann der Ehepartner, der geringere Ansprüche als der andere hat. Der Vorteil im Vergleich zur Witwen- und Witwerrente ist, dass ein Hinzuverdienst in unbegrenzter Höhe zulässig ist. Außerdem bleibt die Splittingrente im Gegensatz zur Witwen- und Witwerrente auch erhalten, wenn der verbliebene Partner wieder heiratet.

Das Splitting ist allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig: Die Ehe wurde frühestens im Jahr 2002 geschlossen. Ehepaare, die schon länger verheiratet waren, dürfen ihre Rentenansprüche nur aufteilen, wenn sie beide nach dem 1. Januar 1962 geboren sind. Außerdem müssen beide Ehepartner 25 Jahre rentenrechtlich wirksame Zeiten vorweisen. Das können Phasen sein, in denen sie versicherungspflichtig beschäftigt waren und Beiträge in die Rentenversicherung einzahlten. Es können aber auch Kindererziehungs-, Kinderberücksichtigungs- und Ausbildungszeiten sein.

Wegen der erforderlichen rentenwirksamen Versicherungszeiten wird das neue Rentensplitting für viele aber nicht möglich sein. Eine "Nur"-Hausfrau oder ein "Nur"-Hausmann bringt zum Beispiel nicht die nötigen rentenrechtlichen Zeiten mit.

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