Rentenbesteuerung Meldung

Berufsanfängern bringt die Besteuerung im Rentenalter ab 2003 die meiste Entlastung. Sie zahlen von Anfang an weniger Steuern.

Die von der Bundesregierung beauftragte Sachverständigenkommission hat ihre Vorschläge zur Besteuerung der Renten vorgelegt. Auf dieser Grundlage will die Bundesregierung demnächst einen Gesetzentwurf erarbeiten. Anfang 2005 soll eine Neuregelung in Kraft treten. Das hat das Bundesverfassungsgericht vergangenes Jahr gefordert (Az. 2 BvL 17/99).

Nach den Vorschlägen der Kommission sollen die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und für gleichgestellte Altersvorsorgeprodukte ab 2005 zu 60 Prozent und stufenweise steigend ab 2025 zu 100 Prozent steuerfrei bleiben. Dafür erhöht sich die Steuerpflicht im Rentenalter: Ab 2005 sollen Renten zu 50 Prozent steuerpflichtig werden und schrittweise bis 2040 zu 100 Prozent.

So zahlt ein Alleinstehender ohne zusätzliche Einnahmen, der 2005 in Rente geht, ab einer Monatsrente von mehr als 1 537 Euro Steuern, rechnet die Kommission vor. Nach jetzigem Recht bekommt er, wenn er mit 65 Jahren in Rente geht, bis zu rund 3 000 Euro Rente im Monat steuerfrei.

Allerdings gibt es reichlich Kritik an den Vorschlägen der Rentenkommission. Die vorgeschlagene Übergangsphase führe dazu, dass bereits versteuerte Beiträge in der Rentenphase noch einmal besteuert würden, moniert Franz Ruland, Geschäftsführer vom Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR). Das beträfe schon sehr bald Rentner ab dem Jahrgang 1955, die zuvor als Selbstständige freiwillig Beiträge entrichtet haben, und zunehmend auch Rentner, die früher als Arbeitnehmer versichert waren. Eine Doppelbesteuerung wäre jedoch verfassungswidrig, kritisiert der VDR.

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