Alle Steuerzahler, die in der gesetzlichen Rentenversicherung und vergleichbaren beruflichen Versorgungswerken versichert sind, sollten Einspruch gegen ihren Steuerbescheid einlegen. Dann können sie im Musterprozess des Steuerberaters Rolf Osterkamp mitgewinnen. Der Düsseldorfer klagt beim Bundesfinanzhof, weil er seine Rentenbeiträge von jährlich rund 11 000 Euro voll als Werbungskosten absetzen will.

Zurzeit erkennt das Finanzamt Rentenbeiträge nur sehr begrenzt als Sonderausgaben an. Das ändert sich für die gesetzliche Rentenversicherung und vergleichbare Versorgungswerke erst bis zum Jahr 2025 Schritt für Schritt. Versicherte, die daraus Renten beziehen, müssen von diesen aber schon jetzt viel beim Finanzamt abrechnen.

Rolf Osterkamp will seine Beiträge deshalb voll als Werbungskosten abrechnen.

Wer sich in den Prozess einklinken will, gibt die eigenen Rentenbeiträge in der Anlage SO (sonstige Einkünfte) zur Steuererklärung in Zeile 13 als Werbungskosten an. Lehnt das Finanzamt den Abzug ab, legen Versicherte Einspruch gegen den Steuerbescheid ein und beantragen das Ruhen des Verfahrens bis zur juristischen Klärung – so wie im Mustereinspruch rechts.

Einsprüche sind für alle Jahre möglich, für die der Steuerbescheid noch offen ist. Das bleibt er nach seiner Bekanntgabe einen Monat lang.

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