Rentenbeiträge Meldung

Im Streit um die Rentenbeiträge können Angestellte wie Silvia Scharna nichts ausrichten. Nur eine Rentnerin wie ihre Mutter Anne Frickehat vor Gericht Chancen.

Ein Arbeitnehmer, der Beiträge für die gesetzliche Rente voll als Werbungskosten absetzen wollte, hat seine Klage beim Bundesfinanzhof (BFH) verloren. Der BFH entschied, dass die Kosten Sonderausgaben sind, die das Finanzamt nur begrenzt anerkennt (Az. X R 45/02).

In dem Fall ging es um Beiträge aus der Zeit vor 2005. Aus Sicht der Richter hat das Alterseinkünftegesetz, das seit dem Jahr 2005 gilt, an der Rechtslage aber nichts geändert.

Seit 2005 ist der steuerpflichtige Teil der Rente stark gestiegen und jeder neue Rentnerjahrgang erhält immer weniger Rente steuerfrei.

Im Gegenzug können Arbeitnehmer beim Finanzamt jedes Jahr mehr Rentenbeiträge als Sonderausgaben absetzen.

Einige befürchten trotzdem, dass sie im Alter mehr Rente versteuern müssen, als Beiträge steuerfrei waren. Sie wollen vor Gericht erreichen, dass ihre Rentenbeiträge bis zum letzten Cent Werbungskosten sind.

Auch der BFH findet, dass Renten in dem Maß steuerfrei sein müssen, in dem sie aus versteuertem Einkommen bezahlt wurden. Ob das Alterseinkünftegesetz das erfüllt, kann nach Ansicht der Richter nur ein Rentner vor Gericht klären lassen.

Die Klagen von Arbeitnehmern haben bisher allein dazu geführt, dass Steuerbescheide zum Abzug von Rentenbeiträgen bis zur juristischen Klärung offenbleiben.

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