In der Frage, ob Pflichtbeiträge für die gesetzliche Rentenversicherung und vergleichbare berufliche Versorgungswerke Werbungskosten sind, halten jetzt die Finanzämter Steuerbescheide von sich aus offen. Dafür hat der Prozess des Steuerberaters Rolf Osterkamp gesorgt. Er will die Rentenbeiträge voll absetzen können.

Tipp: Prüfen Sie, ob in Ihrem Steuerbescheid die Vorläufigkeit zur „Nichtabziehbarkeit von Beiträgen zu Rentenversicherungen als vorweggenommene Werbungskosten bei den Einkünften im Sinne des Paragraphen 22 Nr. 1 Satz 3 Buchstabe a EStG“ vermerkt ist. Fehlt dieser Punkt, bitten Sie in der einmonatigen Einspruchsfrist um Korrektur laut BMF-Schreiben vom 2. August 2005 (IV A 7 – S 0338 – 81/05).

Experten zweifeln allerdings, ob der Vorläufigkeitsvermerk für vergangene Jahre ausreicht. Wer auf Nummer Sicher gehen will, legt weiter Einspruch ein, beantragt Ruhen des Verfahrens und verweist auf das anhängige Verfahren beim Bundesfinanzhof (Az. X R 11/05).

Dieser Artikel ist hilfreich. 43 Nutzer finden das hilfreich.