Steuerzahler in Rheinland-Pfalz haben erst einmal Ruhe, wenn sie Einspruch gegen ihren Steuerbescheid eingelegt haben, weil sie ihre gesetzlichen Rentenversicherungsbeiträge als vorweggenommene Werbungskosten abziehen wollen. Die Oberfinanzdirektion Koblenz hat die Finanzämter angewiesen, die Verfahren ruhen zu lassen (S 0622 A – St 35 2), bis der Streit entschieden ist.

Die Koblenzer Behörde reagiert als erste auf die Musterklagen zu den Rentenbeiträgen vor dem Finanzgericht Köln (Az. 12 K 2253/06) und dem Finanz­gericht Niedersachsen (Az. 16 K 10255/05, ehemals Az. 3 K 255/05). Zwar gibt es zum niedersächsischen Verfahren einen Beschluss vom Bundesfinanzhof, doch in der Hauptsache haben die Richter noch nicht entschie­den (Az. X B 166/05).

Tipp: Verweisen Sie im Einspruch auf diese Verfahren. Möglicherweise lenkt auch Ihr Finanzamt ein. Ansonsten sollten Sie hinauszögern, dass Ihr Steuerbescheid bestandskräftig wird, indem Sie wegen anderer Dinge innerhalb der Monatsfrist Einspruch einlegen. Sobald beim Bundesfinanzhof eine Klage zu den Rentenversicherungsbeiträgen anhängig ist, ergänzen Sie Ihren offenen Steuerbescheid um diese Frage.

Dieser Artikel ist hilfreich. 399 Nutzer finden das hilfreich.