Fall 1: Auch Betriebs­rente und Pacht zählen

Auch Betriebs­renten zählen bei der Steuer. Von solchen Neben­einkünften geht bei allen, die Anfang des Jahres 64 waren, ein Alters­entlastungs­betrag ab (Tabelle Entlastung für Ältere).

Fall

Seit Juli 2017 erhält Ulli Zahn (Jahr­gang 1948) 61 Euro mehr gesetzliche Rente. Daneben hat er eine VBL-Rente, eine Alters­rente des öffent­lichen Dienstes: Ein Teil ist voll steuer­pflichtig, da die Beiträge steuerfrei waren – beim anderen Teil zählt nur der nied­rige Ertrags­anteil, da die Beiträge versteuert wurden. Außerdem hat Zahn 1 000 Euro Pacht­einkünfte.

Steuer­pflichtige Einkünfte 2017

Bruttorente 2017

20 838 Euro

– Rentenfrei­betrag (38 % von 17 689 Euro bei Renten­beginn 2011)

6 722 Euro

– Werbungs­kostenpauschale

102 Euro

+ VBL-Rente I voll steuer­pflichtig

543 Euro

+ 1 602 Euro VBL-Rente II, davon 20 % Ertrags­anteil (Renten­beginn mit 63)

320 Euro

+ Pacht­einkünfte

1 000 Euro

Summe der Einkünfte

15 877 Euro

– Alters­entlastungs­betrag: 27,2 % (maximal 1 292 Euro) von 1 000 Euro Pacht + 543 Euro VBL-Rente

420 Euro

– Sonder­ausgabenpauschale

36 Euro

– Kranken-/Pflege­versicherung

2 282 Euro

– Kranken-/Pflege­versicherung auf VBL-Rente

391 Euro

Zu versteuerndes Einkommen

12 748 Euro

Einkommensteuer 2017

705 Euro

      Fazit

      Zahn hat durch die Renten­erhöhung 848 Euro mehr Einkünfte als 2016 und muss 132 Euro mehr Steuern zahlen. Zumindest gab es einen kleinen Ausgleich durch den höheren Grund­frei­betrag, der 2017 um 168 Euro auf 8 820 Euro gestiegen ist.

      Zahn kann seine Steuerlast weiter drücken, indem er Kosten für haus­halts­nahe Dienst­leistungen absetzt, die er über die Neben­kosten­abrechnung seines Vermieters zahlt. Auch mit Spenden, Beiträgen für Haft­pflicht-, Unfall- und Risiko­lebens­versicherungen und Krank­heits­kosten über der zumut­baren Belastung senkt er die Steuerlast.

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