Griechen­land - aktuell auf Platz 10 im Beliebt­heits-Ranking deutscher Rentner: 2 370 von Ihnen leben dort. Auf Platz 1 des Rankings steht übrigens die Schweiz. Hier leben 26 390 deutsche Rentner.

Viele deutsche Senioren träumen davon, im sonnigen Süden zu über­wintern oder ganz dorthin zu ziehen. An sich kein Problem. Die Renten­versicherung zahlt derzeit in mehr als 150 Länder. Aber: Alters­einkünfte sind grund­sätzlich weiter in Deutsch­land zu versteuern. Wo und wie viel Steuern fällig werden, hängt von vielen Faktoren ab. Ist der Wohn­sitz dauer­haft im Ausland? Geht es um eine gesetzliche Rente oder um eine Pension? Gibt es ein Steuer­abkommen? Die Stiftung Warentest zeigt, wie es optimal läuft – für die zehn beliebtesten Auslands­ziele.

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SpecialRente im AuslandFinanztest 01/2020
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Rentner im Ausland – das Finanz­amt vergisst niemanden

Das Finanz­amt Neubrandenburg kümmert sich um alle im Ausland ansässigen Empfänger einer deutschen Rente, wenn diese ausschließ­lich Alters­bezüge erhalten. Es weiß von den Rentenzah­lungen, weil alle Renten­versicherungs­träger, Versorgungs­werke und Lebens­versicherer Rentenzah­lungen lückenlos an die Finanz­ämter melden müssen. Manchmal setzt das Amt die Steuern anhand der Mitteilungen des Renten­versicherungs­trägers im sogenannten Amts­ver­anlagungs­verfahren fest, ohne die Senioren zu einer Steuererklärung aufzufordern. Viele Rentenbezieher im Ausland entscheiden sich freiwil­lig für dieses Verfahren, weil sie dann keine Steuererklärung einreichen müssen.

Begleichen die Senioren ihre Steuerschuld nicht, kann das Amt auch voll­stre­cken – in einigen Ländern sogar in das ausländische Vermögen. Das Amt kann außerdem anordnen, dass von der monatlichen Rente direkt Steuern einbehalten werden – rechnet diese aber später an.

Das bietet Ihnen der Report “Rente im Ausland“

Steuer­regeln. Mit etwa 100 Ländern hat Deutsch­land Steuer­abkommen geschlossen.Die Stiftung Warentest hat die aktuellen Steuer­regeln nach den jeweils gültigen Doppel­besteuerungs­abkommen für die zehn beliebtesten Auslands­ziele deutscher Senioren ausgewertet. Wir sagen, wo Renten oder Pensionen deutscher Ruhe­ständler versteuert werden müssen, wenn sie etwa in die Schweiz, USA, nach Kanada, Italien oder Frank­reich ausgewandert sind.

Steuerfalle. Die Stiftung Warentest zeigt auf, welchen Auslands­rentnern in welchem Land eine Steuerfalle droht, wenn sie nicht handeln. Wir zeigen außerdem was betroffene Ruhe­ständler tun können, um Nach­forderungen des Finanz­amts aus der Heimat abzu­wehren.

Kranken­versicherung. Eine zusätzliche Absicherung für den Krank­heits­fall ist im Ausland oft notwendig. Was müssen Privatversicherte beachten? Mit welchen Ländern gibt es Sozial­versicherungs­abkommen? Die Stiftung Warentest zeigt, welche Reisekranken­versicherung die richtige ist.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf den Artikel aus Finanztest 1/2019.

Im Warmen nur Über­wintern – steuerlich unpro­blematisch

Glück gehabt: Dem schlechten Wetter entkommen und keine Probleme mit dem Finanz­amt zu Hause. Für Senioren, die weniger als sechs Monate (183 Tage) pro Jahr im Ausland verbringen, bleibt steuerlich alles beim Alten. Ganz egal, ob sie in Thai­land, auf den Kanaren oder in Florida über­wintern. Das Traumziel spielt hier keine Rolle. Rentner geben – falls nötig – jähr­lich eine Steuererklärung bei ihrem Finanz­amt ab. Anders sieht es aus, wenn Senioren für immer ins Ausland umziehen. Wenn sie sich nicht kümmern, können aus der Heimat hohe Nach­forderungen drohen.

Viele Steuer­abkommen – komplizierte Rechts­lage

Doppel­besteuerungs­abkommen regeln, ob Deutsch­land oder der neue Wohn­sitz­staat die deutsche Rente besteuern darf. Darf Deutsch­land weiter zugreifen, können Senioren wählen, ob sie beschränkt oder unbe­schränkt steuer­pflichtig sein wollen. Das kann große Auswirkungen auf die Steuerhöhe haben.

Vorsicht: Steuerfalle

Steuerzahler ohne deutschen Wohn­sitz gelten als beschränkt steuer­pflichtig. Das klingt erst mal gut, ist es aber meist nicht. Der Nachteil: Für sie gilt der Grund­frei­betrag (2019: 9 168 Euro) nicht. ­Zudem dürfen sie ­Sonder­ausgaben und ­außergewöhnliche ­Belastungen nicht steuersenkend geltend ­machen. Auch der Bonus für Hand­werker ist, wie der Splitting­tarif, gestrichen. Das ist bitter. Damit müssen Auslands­rentner auf den kompletten steuer­pflichtigen Teil ihrer Rente vom ersten Euro an Steuern zahlen. Selbst Kleinst­renten lösen so Steuer­forderungen aus.

Besonderheit: Beamtenpensionen

Für Pensionen aus einer früheren Beschäftigung im öffent­lichen Dienst gilt meist: Der Staat, der die Pension zahlt, darf sie besteuern. Selbst bei einem Wegzug ins Ausland bleiben Pensionäre in Deutsch­land steuer­pflichtig. Ein Antrag auf unbe­schränkte Steuer­pflicht kann aber sinn­voll sein, um etwa Ausgaben abziehen zu können. Die Steuer­erklärung muss bei dem Finanz­amt abge­geben werden, bei dem der frühere Arbeit­geber geführt wird. Ex-Beamte sollten sich beraten lassen – auch um einer doppelten Besteuerung in der neuen Heimat zu entgehen.

Steuer­pflicht in neuer Heimat

Wer seine deutsche Rente etwa in den USA oder Griechen­land bezieht, wird nur dort besteuert. Um eine Zweifachzahlung zu vermeiden, gilt in der Regel: Sind bereits Steuern gezahlt worden, hält sich das andere Finanz­amt heraus oder rechnet gezahlte Steuern an. Die Rechts­lage kann sich je nach Land immer wieder ändern. Eine Beratung vorab ist in jedem Fall empfehlens­wert.

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