Alternativen zur Sofortrente: Bank- und Fondsauszahlpläne passen kaum

Ein Zusatzeinkommen durch regelmäßige Auszahlungen können auch Bank- und Fondsauszahlpläne liefern.

Bankauszahlplan

Bei „Bankrenten“ wird einmalig eine Geldsumme zu ­einem festen Zins angelegt und dann Stück für Stück ausbezahlt. Die Sicherheit ist hoch, denn Zinsen und Laufzeit werden bei Vertragsschluss vereinbart. Der Anleger verfügt über eine kalkulierbare Summe. Sollte er in der Vertragslaufzeit sterben, fließt das noch nicht ausbezahlte Geld an die Erben.

Der Sparer könnte sein eingesetztes Kapital sogar stehen lassen und nur die Zinsen abheben. Ab 2009 zahlt er auf die Zinsen pauschal 25 Prozent Abgeltungsteuer – auch das ist kalkulierbar. Doch die ausgezahlten Beträge sind viel kleiner, als wenn er eine gute Sofortrente kauft und eine monatliche Rente kassiert.

Verbraucht ein Anleger das eingesetzte Kapital und die Zinsen, kann er mehr entnehmen. Auf die Zinsen zahlt er ab 2009 ebenfalls pauschal 25 Prozent Steuern. Irgendwann ist sein Geld weg.

Auszahlpläne zwingen Anleger in ein Korsett. Eine Kündigung ist oft nicht möglich. Die monatliche Auszahlung kann nicht einfach erhöht werden, wenn kurzfristig eine teure Anschaffung anliegt. Der vereinbarte Zins gilt nicht unbedingt für die ganze Laufzeit.

Die Bankrente scheidet oft auch deshalb aus, weil sie meist nur für begrenzte Laufzeiten angeboten wird.

Fondsauszahlplan

Für einen Auszahlplan mit Investmentfonds wählt der Anleger je nach Risikobereitschaft einen stärkeren Aktien- oder Rentenschwerpunkt. Er kann die Höhe der Zusatzrente so kalkulieren, dass sein Kapital langfristig erhalten oder langsam aufgebraucht wird. Kauft der Anleger die Fondsanteile erst ab 2009, zahlt er auf Kursgewinne beim Verkauf 25 Prozent Abgeltungsteuer.

Wegen der Kursrisiken ist die Fondsentnahme nur etwas für gut abgesicherte Ruheständler.

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