Rente bei Berufs­unfähigkeit Special

Die Berufs­unfähigkeits­versicherung gehört zu den wichtigsten Policen: Fast jeder vierte Berufs­tätige muss vorzeitig aus dem Arbeits­leben ausscheiden – wegen einer schweren Erkrankung oder eines Unfalls. Tritt der Ernst­fall ein, ist es wichtig, dass der Versicherer schnell zahlt. Wir haben 143 Gerichts­entscheide analysiert, geben Einblick in die Regulierungs­praxis der Versicherer und erklären Schritt für Schritt, wie Versicherte vorgehen sollten, wenn sie einen Leistungs­antrag stellen.

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SpecialRente bei Berufs­unfähigkeitFinanztest 06/2017
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Durch­schnitts­alter liegt bei 47 Jahren

Wer berufs­unfähig wird, ist im Schnitt 47 Jahre alt. Im Ideal­fall gleicht die Renten­leistung aus einer privat abge­schlossenen Berufs­unfähigkeits­police den Einkommens­verlust aus – oder federt ihn zumindest ab. In Deutsch­land gibt es knapp 17 Millionen Verträge, etwa 13 Millionen davon sind Lebens­versicherungen mit Berufs­unfähigkeits-Zusatz­schutz. Die durch­schnitt­lich versicherte Berufs­unfähigkeits­rente liegt zurzeit bei 1 000 Euro pro Monat. Außerdem haben manche in ihren Renten- und Kapital­lebens­versicherungen eine Beitrags­befreiung für den Fall einer Berufs­unfähigkeit vereinbart. Das heißt, für die Versicherungs­beiträge müssen sie dann nicht mehr aufkommen, dennoch bleibt der Renten- oder Lebens­versicherungs­vertrag bestehen.

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Etwa 70 Prozent der Antrag­steller erhalten die vereinbarte Rente

Wenn es ums Geld geht, tun sich Versicherer schwer. So lautet ein häufiger Vorwurf. Doch in der großen Mehr­zahl der Fälle bekommen Berufs­unfähige mit entsprechender Police auch eine Berufs­unfähigkeits­rente. Das belegen drei Studien­ergeb­nisse, die Finanztest vorliegen: Die Leistungs­quote liegt im Durch­schnitt bei etwa 70 Prozent – höher als vielfach vermutet. Manchmal wird die Berufs­unfähigkeit aber nur für einen befristeten Zeitraum anerkannt. Danach prüft der Versicherer erneut, ob Berufs­unfähigkeit vorliegt.

Der Leistungs­antrag ist komplex

Versicherte können einiges dafür tun, damit ein Versicherer ihre Berufs­unfähigkeit anerkennt. „Viele unterschätzen den Leistungs­antrag auf die Rente. Er ist ähnlich komplex wie der Abschluss einer Police“, sagt Versicherungs­fach­anwalt Peter Dörrenbächer aus St. Wendel, der nur Versicherungs­nehmer vertritt. Einem Laien ist oft nicht klar, worauf es dem Versicherer ankommt: Manchmal reicht eine schwere Krankheit nicht aus, um den Versicherer von einer Berufs­unfähigkeit zu über­zeugen. „Wichtig ist eine Tätig­keits­beschreibung, aus der eindeutig hervorgeht, warum jemand aufgrund seines Gesund­heits­zustands nicht mehr in der Lage ist, die zuletzt ausgeübte Tätig­keit fort­zuführen.“

Auf Augen­höhe mit dem Versicherer kommunizieren

Um mit dem Versicherer auf Augen­höhe zu kommunizieren und Fall­stricke zu vermeiden, sollten sich Versicherungs­nehmer im Zweifel schon beim Leistungs­antrag recht­lich beraten lassen. Eine juristische Beratung hilft, keine Fehler zu machen. Auch einige Verbraucherzentralen und Versicherungs­berater bieten Hilfe an. Für die Beratungs­kosten müssen Versicherte allerdings selbst aufkommen. Sie sind kein Fall für die Rechts­schutz­versicherung.

Chance vor Gericht liegt bei 50 : 50

Lehnt ein Versicherer die Leistung ab, gibt es immer noch die Möglich­keit, vor Gericht zu ziehen. In der Regel über­nimmt ein Rechts­schutz­versicherer die Kosten für den Rechts­streit. Die Chance, einen Prozess zu gewinnen und die Rente doch noch durch­zusetzen, liegt bei 50 : 50. Das belegt ein Rechts­gut­achten, für das Finanztest 143 Gerichts­urteile ausgewertet hat.

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