Steuerfrei­beträge für Rentner und Pensionäre

Der steuerfreie Anteil der gesetzlichen Rente sinkt für jeden neuen Rentner­jahr­gang. Wie hoch er in absoluten Zahlen für den einzelnen ist, legt das Finanz­amt zu Renten­beginn fest. Der Frei­betrag bleibt dann bis zum Lebens­ende gleich. Die Folge: Jede Renten­erhöhung ist komplett steuer­pflichtig.

Für gesetzliche Renten und vergleich­bare Verträge

Beginn der Rente (Jahr)

Frei­betrag (Prozent) 1

Steuer­pflichtiger Anteil (Prozent)

Renten aus der gesetzlichen Renten­versicherung wie Alters­renten, Witwen- und Waisenrenten, außerdem Renten aus beruflichen Versorgungs­werken und Rürup-Renten.

2015

30

70

2016

28

72

2017

26

74

2018

24

76

2019

22

78

2020

20

80

Für private Renten und bestimmte betriebliche Renten

Alter bei Renten­beginn (Jahr)

Frei­betrag (Prozent)

Steuer­pflichtiger Anteil (Prozent)

Privatrenten, Betriebs­renten aus Direkt­versicherungen, Pensions­kassen, Pensions­fonds und Renten aus der Versorgungs­anstalt des Bundes und der Länder (VBL), deren Beiträge aus voll oder pauschal versteuertem Einkommen finanziert wurden.

60/61

78

22 

62

79

21 

63

80

20 

64

81

19

65/66

82

18 

67

83

17

Für lohn­steuer­pflichtige Firmen- und Beamtenpensionen

Beginn der Pension

Versorgungs­frei­betrag / Jahr (Prozent)

Maximal steuerfrei / Jahr23 (Euro)

Unterstüt­zungs­kasse und Direkt­zusage mit Beiträgen oder Einmalzah­lungen aus steuerfreien Einnahmen während des Berufs­lebens, Beamtenpension.

2015

24,0

1 800 + 540 Zuschlag

2016

22,4

1 680 + 504 Zuschlag

2017

20,8

1 560 + 468 Zuschlag

2018

19,2

1 440 + 432 Zuschlag

2019

17,6

1 320 + 396 Zuschlag

2020

16,0

1 200 + 360 Zuschlag

Für andere Einkünfte

Geburt vor dem

Alters­entlastungs­betrag (Prozent)

Maximal steuerfrei / Jahr (Euro)

Gehälter, individuell besteuerte Kapital­einkünfte etwa aus Zinsen, Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung, selbst­ständiger Tätig­keit, privaten Veräußerungs­gewinnen, Einkünfte aus Riester-Renten, voll steuer­pflichtige Zahlungen aus Pensions­fonds oder -kassen.

2. Januar 1951

24,0

1 140

2. Januar 1952

22,4

1 064

2. Januar 1953

20,8 

988

2. Januar 1954

19,2 

912

2. Januar 1955

17,6

836

    • 1 Der absolute Frei­betrag in Euro wird von der Rente berechnet, die im ersten Jahr nach Renten­beginn gezahlt wird. Die Höhe bleibt bis zum Lebens­ende gleich. Bei Neube­rechnung der Rente wird auch der Frei­betrag neu berechnet.
    • 2 Der Versorgungs­frei­betrag und der Zuschlag in Euro werden auf Basis der ersten vollen Monats­pension berechnet. Die Höhe bleibt für die gesamte Lauf­zeit gleich. Für jeden Monat eines Jahres, in dem es keine Pension gibt, sinken Frei­betrag und Zuschlag um ein Zwölftel. Firmenpensionäre erhalten Versorgungs­frei­betrag und Zuschlag frühestens ab dem 63. Lebens­jahr, Schwerbehinderte ab dem 60. Lebens­jahr. Keine Alters­grenze gilt für Beamtenpensionen oder Firmenpensionen, die wegen Berufs- oder Erwerbs­unfähigkeit oder an Hinterbliebene gezahlt werden.
    • 3 Zuschlag wird maximal bis zur Höhe der Pension abge­zogen, die nach Abzug des Versorgungs­frei­betrags bleibt.