So geht es früher in Rente

Art der Frührente

Bedingungen

Alters­beschränkungen

Abschläge

Für besonders lang­jährig Versicherte (abschlags­freie Rente mit 63)

45 Versicherungs­jahre.

Vor 1953 Geborene können mit 63 Jahren in Rente gehen. Für die Jahr­gänge 1953 bis 1963 erhöht sich der frühest­mögliche Renten­beginn in Zwei-Monats-Schritten. Ab 1964 Geborene können erst mit 65 Jahren gehen.

Keine.

Für lang­jährig Versicherte (Rente mit 63 mit Abschlag)

35 Versicherungs­jahre.

Keine.

Abhängig vom Geburts­jahr­gang. Für jeden vorgezogenen Monat vor Beginn der regulären Rente werden 0,3 Prozent der Rente abge­zogen. Den Geburts­jahr­gang 1952 kostet die Rente mit 63 Jahren 9 Prozent Abschlag, Jüngere kostet sie mehr. Tabelle Abschläge bei Frührente.

Für Schwerbehinderte

35 Versicherungs­jahre. Schwerbehin­derung von mindestens 50 Prozent.

Keine.

Abhängig vom Geburts­jahr­gang. 1953 Geborene können mit 63 Jahren und 7 Monaten abschlags­frei gehen oder mit 60 Jahren und 7 Monaten mit einem Abschlag von 10,8 Prozent. Bis Jahr­gang 1964 steigen diese Alters­grenzen stufen­weise auf 65 und 62 Jahre.

Für Frauen, Alters­teil­zeit­beschäftigte, Arbeits­lose

15 Versicherungs­jahre.

Nur für vor 1952 Geborene.

Für jeden vorgezogenen Monat vor Beginn der regulären Rente werden 0,3 Prozent abge­zogen.

Alters­teil­zeit1

In einem Tarif­vertrag zwischen Gewerk­schaft und Arbeit­geber vereinbart oder individuelle Vereinbarung mit dem Chef.

Unterschiedlich je nach Branche. Im öffent­lichen Dienst das Bundes kann die aktive Phase der Alters­teil­zeit frühestens mit 60 Jahren beginnen.

Es gibt in der Alters­teil­zeit nur das halbe Gehalt, das vom Chef um 20 Prozent aufgestockt wird. In einigen Branchen haben die Gewerk­schaften mit den Arbeit­gebern höhere Alters­teil­zeit­gehälter vereinbart.

    • 1 Die Frei­zeitphase der Alters­teil­zeit mündet in die Rente, die – je nach persönlicher Voraus­setzung – vorzeitig oder regulär beginnen kann. In einigen Branchen, zum Beispiel im öffent­lichen Dienst des Bundes, gilt die tarif­vertragliche Vereinbarung, dass die Alters­teil­zeit auf jeden Fall bis zum Beginn einer abschlagfreien Rente läuft.