Rente Meldung

Nach­zahlungs­zinsen können Rentner wie Kapital­einkünfte versteuern.

Erhalten Senioren Renten­nach­zahlungen, müssen sie die Zinsen versteuern. Bislang mussten sie diese als sons­tige Einkünfte verbuchen und ihren persönlichen Besteuerungs­anteil versteuern. Er ergibt sich aus dem Anteil der Rente, auf den in ihrem Fall Steuern fällig sind. Seit dem Steuer­jahr 2016 werden Nach­zahlungs­zinsen wie Kapital­einkünfte behandelt und mit der Abgeltung­steuer belegt. Für viele ist das güns­tiger.

Abgeltungs­steuer auf Nach­zahlungs­zinsen

Der Vorteil der neuen Regelung ist, dass höchs­tens 25 Prozent Abgeltung­steuer plus Soli auf die Zinsen erhoben werden. Wer den Sparerpausch­betrag von 801 Euro (1 602 Euro für Ehepaare) nicht ausschöpft, zahlt sogar gar keine Steuern auf die Zinsen für seine Nach­zahlungen.

Wahl­recht für nach­trägliche Erklärungen

Wer seine Steuern noch nach­träglich für frühere Jahre erklären will, kann zwischen der alten und neuen Regel wählen. Nach der alten Regel versteuert ein Rentner die Nach­zahlung mit dem Besteuerungs­anteil aus dem Jahr seines Renten­beginns. Dieser Anteil steigt bis 2040: Wer 2014 in Rente gegangen ist, muss bis ans Lebens­ende jähr­lich 68 Prozent seiner Rente versteuern, 2015 sind es 70 Prozent und 2016 sind es 72 Prozent. Ab 2040 müssen Neurentner dann ihre gesamte Rente versteuern.

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