Renn­rad fahren Im Pulk auf eigene Gefahr

28.07.2016
Renn­rad fahren - Im Pulk auf eigene Gefahr
Gruppen­training. Keiner haftet. © Fotolia / pavel1964

Um den Wind­schatten zu nutzen, halten Renn­radfahrer oft nur wenige Zenti­meter Abstand zum Vordermann, wenn sie in der Gruppe fahren. Die Teil­nahme an so einer Trainings­fahrt geschieht auf eigene Gefahr, erklärte das Amts­gericht Nord­horn einem Radler, der in einer Kurve über einen anderen gestürzt war. Beim Fahren im Pulk verzichten die Teilnehmer still­schweigend auf einige Straßenverkehrs­regeln, vor allem auf angemessenen Abstand. Sie nehmen bewusst eine Eigengefähr­dung in Kauf, da einer plötzlich ausweichen, stark bremsen oder von der Fahr­bahn abkommen könnte. Passiert das, verwirk­licht sich lediglich das Risiko, dass alle einvernehmlich eingehen. Anders wäre der Fall aber, wenn ein Fahrer grob gegen die selbst gegebenen Regeln verstößt (Az. 3 C 219/15).

28.07.2016
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