Reitunfall Meldung

Auch Kinder reiten auf einem Ponyhof zumeist auf eigenes Risiko.

Verletzen sich Kinder während der Reiterferien, muss der Betreiber des Ponyhofs nicht unbedingt haften.

Diese Erfahrung machten die Eltern einer Zwölfjährigen, die sich bei einem Sturz schwer verletzte. Sie verlangten Schadenersatz, doch das Oberlandesgericht Oldenburg nahm den Ponyhofbetreiber in Schutz (Az. 15 U 47/03). Er hatte dem reiterfahrenen Mädchen ein als friedlich bekanntes Pony zugeteilt, auf dem das Kind ohne Sattel und Aufsicht in einer Umzäunung reiten durfte.

Eine Aufsicht hätte den Sturz im Zweifel nicht verhindert, meinte das Gericht. Und dass Kinder alleine reiten, sei bei Reiterferien normal und von den Teilnehmern gewünscht.

Auch die Auswahl des Pferdes durch den Ponyhof beanstandete das Gericht nicht. So war nicht erwiesen, dass das Tier gebockt hatte. Und auch generell dürfe man das Risiko, dass ein friedliches Tier durchgeht, Ponyhöfen nicht anlasten. Sonst dürften sie gar keine Pferde halten, meinte das Gericht.

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