Reit­unfall Friedlichen Hund trifft keine Schuld

Reit­unfall - Friedlichen Hund trifft keine Schuld
Erschreckt sich ein Pferd vor einem friedlichen Hund, haftet der Hundehalter nicht. © imago / Frank Sorge

Scheut ein Pferd und geht durch, weil in zwei Metern Abstand ein Hund friedlich vorbeiläuft, trifft den Hundehalter keine Schuld. Ein Reiter war vom Pferd gestürzt, nachdem sich das Tier offen­bar vor dem Hund so sehr erschro­cken hatte, dass es in einen Weidezaun lief, wo der Reiter den Halt verlor.

Der Hund war nach einem Ruf seines Besitzers zu ihm zurück­gelaufen. Der Reiter verlangte Schaden­ersatz, weil hier die für Hunde typische Tiergefahr Ursache des Unfalls gewesen sei. Dem folgte das Ober­landes­gericht Frank­furt am Main nicht. Zum einen handelte es sich um ein hundeerfahrenes Pferd, zum anderen hatte sich der Hund kein biss­chen auffällig verhalten und beim Vorbeilaufen ausreichend Abstand zum Pferd einge­halten. Deshalb hielt das Gericht es schon für fraglich, ob der Hund über­haupt Ursache für das Scheuen des Pferdes war. Tatsäch­lich habe sich hier die Tiergefahr des Pferdes verwirk­licht. Den Hundehalter treffe keine Schuld (Az. 11 U 153/17).

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