Fonds für Reits

In anderen Ländern gibt es Reits schon länger. Anleger streuen ihr Risiko, indem sie nicht Einzelaktien, sondern Fonds kaufen.

Für Anleger gilt: Um das Risiko zu streuen, empfehlen sich Fonds. Von diesem Monat an veröffentlichen wir in der Rubrik „Branchenfonds“ im Internet eine neue Gruppe: Aktienfonds Immobilien.

Sie investieren in herkömmliche Immobilien-AGs und in Reits. Bislang sind sie allerdings vorwiegend im Ausland unterwegs, denn nur dort gibt es bisher Reits. Große deutsche Immobilien-AGs wie die Bonner Firma IVG sind in den Portfolios der Fonds aber auch zu finden.

Als erstes Land haben die USA Reits eingeführt, das war 1960. Es folgten vergleichsweise schnell die Niederlande, die anderen Europäer zögerten noch. Australien hat seit 1985 Reits, Japan und Singapur folgten 2000 und 2002. Frankreich führte Reits 2003 ein. Großbritannien fing im Januar damit an, Deutschland ist ebenfalls seit 2007 dabei und auch Finnland soll noch dieses Jahr dazukommen.

Europa liegt vorn

Angeführt wird die Tabelle der Immobilien-Branchenfonds von dem Henderson European Property Equities Fonds. Die Manager Patrick Sumner und Adrian Elwood kaufen nur Papiere von Gesellschaften, die ihre Erträge mit Immobilien aus Europa erwirtschaften. Unter den Top Ten finden sich die Firmen Land Securities, British Land, Hammerson und Great Portland Estates, alle Großbritannien, sowie die französische Unibail.

Auch die anderen Fonds aus dem oberen Drittel der Tabelle sind auf Europa spezialisiert.

An siebter Stelle der Tabelle, gleich nach dem Index, liegt der einzige Fonds mit Schwerpunkt Asien, der Morgan Stanley-Asian Property. Fondsmanagerin Angeline Ho kauft von Singapur aus Aktien von Immobilienfirmen wie Mitsubishi Estate und Mitsui Fudosan aus Japan oder Sun Hung Kai Properties aus Hongkong. Ebenfalls im Portfolio liegen Papiere der australischen Westfield Group, einem Reit, der Einkaufscenter betreibt.

Fonds mit Schwerpunkt USA liegen sämtlich am Ende der Tabelle, was vorwiegend am schwachen Dollar liegt.

Tipps: Immobilien-Aktienfonds zählen zu den am wenigsten riskanten Branchenfonds, dennoch sollten Anleger sie ihrem Depot nur beimischen.

Am breitesten gestreut ist ihr Risiko, wenn sie sich für einen globalen Fonds entscheiden, zum Beispiel den Robeco Property Equities.

Gezielter investieren können Anleger mit Fonds, die auf eine Region wie Asien, USA oder Europa setzen. Wer das möchte, sollte sich über die Märkte ausreichend informiert haben und Chancen und Risiken kennen.

Investitionen in Großbritannien, den USA oder Asien sind außerdem mit Währungsrisiken verbunden. Fällt die fremde Währung zum Euro, sind Verluste möglich, auch wenn die Aktienkurse selbst gestiegen sind.

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