Reiseversicherung Meldung

Whiskey, Zigaretten oder eine Versicherung? Urlauber können jetzt auch Reiseversicherungen an Bord der Ferienflieger kaufen.

Beim Start in die Ferien kommt vielen unwillkürlich der Gedanke: „Habe ich auch nichts vergessen?“ Diese Unsicherheit nutzen Versicherer, die ihre Reiseversicherungen buchstäblich „in letzter Minute“ an Bord des Ferienfliegers verkaufen möchten. Wer mit Eurowings, Hapag-Lloyd, LTU oder Aero Lloyd fliegt, kann noch im Anflug auf den Urlaubsort Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reisekrankenversicherungen abschließen. So verkauft die Europäische in Zusammenarbeit mit den ersten drei der genannten Reiseveranstalter ein „FlySafe-Paket“ aus Reisekranken- und Reisegepäckversicherung für 20 Euro pro Person. Familien zahlen 40 Euro – mit Kreditkarte oder bar direkt beim Bordpersonal. Die Hanse-Merkur bietet in den Aero-Lloyd-Fliegern ein Paket aus Reisekranken- und Reiseunfallversicherung für 10 Euro pro Einzelperson und für 25 Euro pro Familie.

Doch die Policen, die von den Stewardessen neben Parfüm und Zigaretten verkauft werden, sind nicht unbedingt ihr Geld wert. So ist im Reiseunfallschutz der Hanse-Merkur die Versicherungssumme mit 20 000 Euro bei Invalidität viel zu gering bemessen. Weiterer Nachteil: Das Versicherungspaket ist wie bei der Europäischen nur maximal 31 Tage gültig. Bei längeren Reisen oder für den Zweiturlaub ein paar Monate später gilt der Schutz schon nicht mehr. Unbedingt notwendig ist ohnehin nur eine Auslandskrankenversicherung. Sie gibt es am Boden günstiger als im Flieger.

Bei Krankheit oder Unfall im Urlaub kann eine noch im Flugzeug abgeschlossene Versicherung also zwar nützlich sein, viel besser wäre es jedoch, sich rechtzeitig vor Reisebeginn über den richtigen Versicherungsschutz Gedanken zu machen. Günstige Angebote machen zum Beispiel Huk 24 und Delfin.

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