Reise­versicherung ERV haftet für irreführende Werbung

Reise­versicherung - ERV haftet für irreführende Werbung

Werbe­versprechen müssen einge­halten werden. Die ERV Europäische Reise­versicherung warb damit, dass bei einem Reiser­ücktritt die anfallenden Storno­kosten bis zur Höhe des versicherten Gesamt­preises über­nommen werden. Dann muss sie auch wirk­lich alles zahlen und darf keinen Eigen­anteil vom Kunden verlangen. So urteilte das Land­gericht München.

Die Verbraucherzentrale Baden-Württem­berg hatte die ERV abge­mahnt. Es ging um ein Ehepaar, das wegen Krankheit seine Reise stornieren musste und davon ausging, die gesamten Storno­kosten ersetzt zu bekommen. So hatte es die Werbung der ERV versprochen. Doch die Versicherung berief sich auf ihre Vertrags­bedingungen: In jedem Fall werden 20 Prozent der Storno­kosten als Selbst­beteiligung abge­zogen. Das darf sie nicht. Das Gericht gab der Verbraucherzentrale recht (Az. 3 HK O 3505/16, nicht rechts­kräftig).

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