Wegen der verheerenden Terroranschläge bieten die Reiseanbieter Tui, Thomas Cook, Jahn Reisen, ITS und Tjaereborg für Istanbulreisen eine kostenlose Umbuchung an. Für andere Ziele in der Türkei gelte das allerdings nicht, teilten die Unternehmen mit. Eine Reisewarnung des Außenministeriums gibt es nicht. Reisende können daher nicht wegen höherer Gewalt zurücktreten, sondern die Reise nur zu den in den Vertragsbedingungen festgelegten Bedingungen stornieren.

Wenige Urlauber betroffen

Nach Angaben der Reiseveranstalter ist Istanbul zumindest für Pauschaltouristen kein wichtiges Reiseziel. Zum Zeitpunkt der Anschläge seien nur rund 100 Urlauber mit einer von den führenden Anbietern organisierten Reise in Istanbul gewesen. Zunächst ermöglichen die Reiseanbieter bei allen Städte- und Rundreisen nach Istanbul, die bis einschließlich 31. Dezember starten, eine kostenlose Umbuchung.

Kostenfrei nur bei höherer Gewalt

Ein kostenloser Rücktritt von der Reise ist sonst nur bei Fällen von höherer Gewalt möglich. Üblicherweise wird höhere Gewalt angenommen, wenn das Bundesaußenministerium eine offizielle Reisewarnung für ein Land oder eine Region ausspricht. Über den aktuellen Stand der Dinge informiert das Ministerium im Internet. Dort finden sich bei besonderen Gefahrensituationen auch Sicherheitshinweise für Reisende und allgemeine Reiseinformationen für viele Länder und Regionen. Das Auswärtige Amt empfiehlt für den Augenblick, nicht unbedingt erforderliche Reisevorhaben nach Istanbul aufzuschieben.

Rücktrittsversicherungen zahlen nicht

Eine regelrechte Reisewarnung für die Türkei gibt es derzeit jedoch nicht. Reisende sind deshalb auf die Kulanz der Reiseanbieter angewiesen, wenn sie wegen der Terrorgefahr zu Hause bleiben wollen, ohne Stornogebühren zu zahlen. Auch Reiserücktrittsversicherungen zahlen nicht. Sie springen nur ein, wenn der Reisende erkrankt oder ein naher Angehöriger stirbt.

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