Reiseveranstalter Meldung

Für die deutschen Reiseveranstalter war 2008 ein gutes Jahr, 2009 aber könnten Umsatz und Gewinn einbrechen.

Die Aussichten für 2009: Die Konjunkturkrise hat die Reiseindustrie wohl früher erwischt als erwartet. Die Reisebuchungen für den Sommer lassen auf sich warten. Angesichts der schleppenden Buchungseingänge könnte es 2009 einen Preiskampf der Veranstalter geben und damit mehr und billigere Lastminute-Angebote.

Fast 6 Prozent mehr Umsatz: Dabei hat die deutsche Reiseindustrie im vergangenen Jahr einen Rekordum­satz von rund 17,2 Milliarden Euro erzielt, wie eine Studie des führenden Branchenblattes fvw ergab. Flugpauschalreisen haben sich mit einem Plus von 4,4 Prozent behauptet, wozu vor allem die steigende Nachfrage nach Fernreisen beigetragen hat. Mittelständische Reiseunternehmen wie Alltours, Öger, FTI und Schauinsland konnten ihre Umsätze deutlich stärker steigern als die großen Konzerne. Wachstumsmotor der Branche bleiben weiterhin Kreuzfahrten, die mit einem Umsatzplus von 14,7 Prozent noch einmal zulegen konnten.

Die größten Veranstalter: Tui bleibt mit einem Umsatz von rund 4,7 Milliarden Euro unangefochtener Spitzenreiter, auch wenn die Zahl der Reiseteilnehmer um 3,4 Prozent gesunken ist. Der Branchenzweite, die Thomas Cook AG, zu der Neckermann Reisen und Condor gehören, büßte sogar 4,5 Prozent seiner Gäste ein. So konnte die Touristik der Rewe Group (ITS, Jahn, Tjaereborg) fast gleichziehen. Noch stärker sind die nächstfolgenden Veranstalter gewachsen: Alltours, FTI und Öger. Die Plätze sieben bis zehn belegen Aida Cruises, Schauinsland, Phoenix und GTI Travel.

Die teuersten Veranstalter: Die Rangfolge der Reiseveranstalter nach Umsatz pro Teilnehmer sieht ganz anders aus. Hier führt Hapag-Lloyd Kreuzfahrten. Dieser Veranstalter kassierte 2008 von jedem Gast durchschnittlich 7 416 Euro. Es folgen Windrose Fernreisen (4 174 Euro), Lern­idee Erlebnisreisen (3 396 Euro), Kiwi Tours (3 093 Euro) und Chamäleon Fernreisen (3 045 Euro).

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