Reiseveranstalter dürfen Frühbucherrabatte auch dann noch gewähren, wenn die Frist dafür bereits abgelaufen ist. Das hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden (Az. I-4 U 52/10). Wenn ein zeitlich befristeter Preisvorteil verlängert werde, müsse das nicht unbedingt eine irreführende Werbung sein, so das Gericht. Es könnten sich auch die Marktbedingungen verändert haben. Die Klage richtete sich gegen einen Anbieter von Kinder- und Jugendreisen, der auch noch nach Ablauf der Frist einen Frühbucherrabatt eingeräumt hatte, anstatt den Preis dann zu erhöhen.

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