Reisethrombose Meldung

Es gibt einen Zusammenhang zwischen Langstreckenflügen und Venenthrombosen. Das ergab die weltweit größte Studie zu dieser Problematik: Zwischen August 2001 und April 2002 hatten Gefäßspezialisten der Uniklinik Dresden insgesamt mehr als 2 600 Personen untersucht, davon 964 Flugpassagiere vor und nach einem Langstreckenflug von mindestens acht Stunden. Die Gefahr, dass beim stundenlangen regungslosen Sitzen ein Blutgerinnsel entsteht, ist laut dieser Studie deutlich geringer als befürchtet.

Das Risiko einer relativ unproblematischen Thrombose in der Unterschenkelmuskulatur war nach einer Flugreise etwa verdoppelt. Eine gefährliche tiefe Beinvenenthrombose hatten sieben Flugpassagiere – das entspricht etwa 0,7 Prozent. Davon betroffen waren ausschließlich Menschen mit einem der bekannten Risikofaktoren wie Übergewicht, erbliche Vorbelastung oder einem Alter über 45 Jahre. Je nach Risiko kann vorgebeugt werden mit Bewegung, Kompressionsstrümpfen oder Heparinspritzen.

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