Reiser­ücktritts­versicherung

Check­liste: So über­prüfen Sie Ihren Schutz

Reiser­ücktritts­versicherung - Gute Policen für Reise­rück­tritt und -abbruch
Die Versicherung sollte bei Reiser­ücktritt und Reise­abbruch leisten. © Getty Images / Stanislaw Pytel

Vor allem für Früh­bucher, Vielreisende, Familien mit kleinen Kindern und Senioren lohnt sich der Abschluss einer Reiser­ücktritts­versicherung. Am besten ist ein Kombipaket aus Rück­tritts- und Abbruch­police. Denn auch ein Reise­abbruch kann teuer werden. Auch Kreditkarten enthalten manchmal Reiser­ücktritts­versicherungen als Zusatz­leistung, doch der Schutz hat oft Lücken. Bei Pandemien wie Covid-19 leisten die Versicherer ganz unterschiedlich. Fragen Sie dort nach, wenn Sie dieses Risiko versichern möchte.

Reiser­ücktritts­versicherung

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  • Testergebnisse für 26 Reiser­ück­tritts­ver­sicherungen ohne Reise­abbruch 01/2021
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Inhalt

Machen Sie den Check

Wenn Sie prüfen möchten, welchen Schutz Ihre bisherige Reiser­ücktritts­versicherung bietet, sollten Sie die Bedingungen mit unserer Check­liste durch­gehen. Hier sehen Sie die wichtigsten Kriterien für einen guten Vertrag.

Schutz über eine separate Reiser­ücktritts­versicherung

So prüfen Sie den Leistungs­umfang in Ihrer Reiser­ücktritts­versicherung:

Allgemeine Bedingungen

  • Verzichtet der Versicherer auf eine verpflichtende Selbst­beteiligung und eine Alters­begrenzung?
  • Sind im Familien­tarif auch voll­jährige Kinder versichert, wenn sie noch unter­halts­berechtigt oder in Ausbildung sind?
  • Zählen zu den Personen, derentwegen ein Reiser­ücktritt notwendig werden kann (Risik­opersonen) neben Familien­angehörigen und Lebens­part­nern auch Mitreisende, die gemein­sam eine Reise gebucht haben, und Personen, die nahe Angehörige pflegen?
  • Müssen im Schadens­fall vorab keine Ansprüche gegen­über anderen Versicherern geltend gemacht werden?

Reiser­ücktritt

  • Sind neben Krankheit, Unfall und Tod auch Schwangerschaft, Arbeits­platz­verlust oder -wechsel, Wieder­holung einer Prüfung und Schaden am Eigentum versichert, möglichst auch für die Risik­opersonen?
  • Über­nimmt der Versicherer zusätzliche Kosten der Anreise und Entschädigung für entgangene Reise­leistungen, wenn Sie die Reise aus einem versicherten Grund erst zu spät antreten können? Das sollte er auch tun, wenn öffent­liche Verkehrs­mittel Verspätung haben (mehr als zwei Stunden) und Sie deshalb Flug oder Zug verpassen.

Reise­abbruch

  • Zahlt der Versicherer bei Abbruch einer Reise wegen Krankheit, Unfall, Tod, Schwangerschaft, Arbeits­platz­verlust oder Schaden am Eigentum? Über­nimmt er dann zusätzliche Reise­kosten und erstattet nicht in Anspruch genom­mene Reise­leistungen? Optimal ist außerdem die Erstattung der Nach­reise­kosten, wenn eine Rund­reise unterbrochen wird.
  • Über­nimmt der Versicherer auch zusätzliche Rück­reise­kosten und andere Mehr­aufwendungen wie Unterkunft und Verpflegung, wenn die Reise aus den versicherten Gründen oder wegen Elementar­ereig­nissen verlängert werden muss, die während des Urlaubs im Reise­land auftreten, zum Beispiel Vulkan­ausbruch oder Erdbeben?

Schutz über die Kreditkarte

Sie sind bereits über die Kreditkarte versichert? Dann klären Sie am besten folgende Fragen:

  • Werden die Kosten nur erstattet, wenn die Reise auch mit der Karte bezahlt wurde? Das ist bei vielen Kreditkarten der Fall und gilt meist für den gesamten Reise­preis. Es reicht zum Beispiel oft nicht, wenn nur eine Anzahlung mit der Karte geleistet wurde und der Rest­betrag per Bank­über­weisung.
  • Wer ist versichert und bis zu welchem Alter? Nur der Karten­inhaber oder auch Familien­mitglieder? Sind letztere auch als Allein­reisende geschützt?
  • Reicht der Schutz für die geplante Reisedauer? Reicht der versicherte Betrag für die geplante Reise aus? Ist auch ein Reise­abbruch mitversichert?

Doppelt versichert ist nicht schlimm

Wenn Sie bereits über Ihre Kreditkarte versichert sind, sollten Sie im Zweifel eine zusätzliche Reiser­ücktritts­versicherung abschließen - denn der Schutz ist bei diesen Zusatz­produkten oft begrenzt. Eine Doppel­versicherung schadet nicht. Sie müssen diese nur im Schadens­fall angeben. Haben Sie in Ihrem alten, noch laufenden Vertrag Lücken entdeckt, sollten Sie kündigen und eine bessere Versicherung abschließen.

Ombuds­mann kann helfen

Manchmal sind sich Versicherte und Versicherer nicht einig, ob und in welcher Höhe aus dem Vertrag gezahlt werden muss. Hier kann der Ombudsmann für Versicherungen helfen. Er vermittelt in Streitig­keiten zwischen Versicherungs­nehmer und Versicherer. Die Schlichtungs­stelle kann den Gang zum Gericht ersparen – und die damit verbundenen Kosten. Denn das Verfahren ist für Verbraucher kostenlos. Entscheidungen bis zu einem Streit­wert von 10 000 Euro sind für die Unternehmen verbindlich. Reisende können bei der Auswahl eines Tarifs darauf achten, dass der Versicherer am kostenlosen Schlichtungs­verfahren teilnimmt. Einige Anbieter tun das nicht.

Tipp: Wie Sie günstig und ohne Gericht Recht bekommen, erfahren Sie in unserem Special Außergerichtliche Streitbeilegung.

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