Check­liste: So über­prüfen Sie Ihren Schutz

Vor allem für Früh­bucher, Vielreisende, Familien mit kleinen Kindern und Senioren lohnt sich der Abschluss einer Reiser­ücktritts­versicherung. Am besten ist ein Kombipaket aus Rück­tritts- und Abbruch­police. Denn auch ein Reise­abbruch kann teuer werden. Auch Kreditkarten enthalten manchmal Reiser­ücktritts­versicherungen als Zusatz­leistung. Der Kreditkarten­inhaber sollte aber genau hinsehen: Der Schutz enthält – gerade bei älteren Verträgen – oft Lücken, da sich der Leistungs­umfang in den letzten Jahren verbessert hat.

Machen Sie den Check

Wenn Sie prüfen möchten, welchen Schutz Ihre bisherige Reiser­ücktritts­versicherung bietet, sollten Sie die Bedingungen mit unserer Check­liste durch­gehen. Hier sehen Sie die wichtigsten Kriterien für einen guten Vertrag oder Zusatz­schutz per Kreditkarte.

Schutz über die Kreditkarte

Sie sind bereits über die Kreditkarte versichert? Dann klären Sie am besten folgende Fragen:

  • Werden die Kosten nur erstattet, wenn die Reise auch mit der Karte bezahlt wurde? Das ist bei vielen Kreditkarten der Fall und gilt meist für den gesamten Reise­preis. Es reicht zum Beispiel oft nicht, wenn nur eine Anzahlung mit der Karte geleistet wurde und der Rest­betrag per Bank­über­weisung.
  • Wer ist versichert und bis zu welchem Alter? Nur der Karten­inhaber oder auch Familien­mitglieder? Sind letztere auch als Allein­reisende geschützt?
  • Reicht der Schutz für die geplante Reisedauer? Reicht der versicherte Betrag für die geplante Reise aus? Ist auch ein Reise­abbruch mitversichert?

Schutz über eine separate Reiser­ücktritts­versicherung

So prüfen Sie den Leistungs­umfang in Ihrer Reiser­ücktritts­versicherung:

Allgemeine Bedingungen

  • Verzichtet der Versicherer auf eine verpflichtende Selbst­beteiligung und eine Alters­begrenzung?
  • Sind im Familien­tarif auch voll­jährige Kinder versichert, wenn sie noch unter­halts­berechtigt oder in Ausbildung sind?
  • Zählen zu den Personen, derentwegen ein Reiser­ücktritt notwendig werden kann (Risik­opersonen) neben Familien­angehörigen und Lebens­part­nern auch Mitreisende, die gemein­sam eine Reise gebucht haben, und Personen, die nahe Angehörige pflegen?
  • Müssen im Schadens­fall vorab keine Ansprüche gegen­über anderen Versicherern geltend gemacht werden?

Reiser­ücktritt

  • Sind neben Krankheit, Unfall und Tod auch Schwangerschaft, Arbeits­platz­verlust oder -wechsel, Wieder­holung einer Prüfung und Schaden am Eigentum versichert, möglichst auch für die Risik­opersonen?
  • Über­nimmt der Versicherer zusätzliche Kosten der Anreise und Entschädigung für entgangene Reise­leistungen, wenn Sie die Reise aus einem versicherten Grund erst zu spät antreten können? Das sollte er auch tun, wenn öffent­liche Verkehrs­mittel Verspätung haben (mehr als zwei Stunden) und Sie deshalb Flug oder Zug verpassen.

Reise­abbruch

  • Zahlt der Versicherer bei Abbruch einer Reise wegen Krankheit, Unfall, Tod, Schwangerschaft, Arbeits­platz­verlust oder Schaden am Eigentum? Über­nimmt er dann zusätzliche Reise­kosten und erstattet nicht in Anspruch genom­mene Reise­leistungen? Optimal ist außerdem die Erstattung der Nach­reise­kosten, wenn eine Rund­reise unterbrochen wird.
  • Über­nimmt der Versicherer auch zusätzliche Rück­reise­kosten und andere Mehr­aufwendungen wie Unterkunft und Verpflegung, wenn die Reise aus den versicherten Gründen oder wegen Elementar­ereig­nissen verlängert werden muss, die während des Urlaubs im Reise­land auftreten, zum Beispiel Vulkan­ausbruch oder Erdbeben?

Ombuds­mann kann helfen

Manchmal sind sich Versicherte und Versicherer nicht einig, ob und in welcher Höhe aus dem Vertrag gezahlt werden muss. Hier kann der Ombuds­mann für Versicherungen helfen. Er vermittelt in Streitig­keiten zwischen Versicherungs­nehmer und Versicherer. Die Schlichtungs­stelle kann den Gang zum Gericht ersparen – und die damit verbundenen Kosten. Denn das Verfahren ist für Verbraucher kostenlos. Entscheidungen bis zu einem Streit­wert von 10 000 Euro sind für die Unternehmen verbindlich. Reisende können bei der Auswahl eines Tarifs darauf achten, dass der Versicherer am kostenlosen Schlichtungs­verfahren teilnimmt. Einige Anbieter tun das nicht.

Doppelt versichert ist nicht schlimm

Wenn Sie mithilfe unserer Check­liste ermittelt haben, dass Ihr Schutz Lücken hat, etwa bei einer Versicherung über Ihre Kreditkarte, sollten Sie im Zweifel eine zusätzliche Reiser­ücktritts­versicherung abschließen. Eine Doppel­versicherung schadet nicht. Sie müssen diese nur im Schadens­fall angeben. Haben Sie in ihrem Altvertrag Lücken entdeckt, sollten Sie kündigen und eine bessere Versicherung abschließen.

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