Reiserücktrittsversicherung Test

Wenn der Urlaub wegen eines Unfalls oder einer Krankheit platzt, erstattet die Rücktritts­kostenversicherung wenigstens die Stornokosten. Zumindest bei teuren Reisen macht eine solche Police Sinn. Der Schutz ist nicht allzu teuer: Schon für weniger als 40 Euro gibts die Sicherheit, das Geld für eine 1 500 Euro teure Reise im Falle eines Falles zurück zu bekommen. Finanztest hat Reiserücktrittskosten­versicherungen untersucht und sagt, wo es guten und günstigen Schutz gibt.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Reiserücktrittskosten-Versicherung

Teure Stornierung

Je später Urlauber ihre Reise stornieren, desto weniger zahlt der Reiseveranstalter zurück. Wer seine Reise bis zu 30 Tage vor Beginn der Reise absagt, muss üblicherweise 15 Prozent des Reisepreises als Stornogebühren zahlen. Das macht bei einer 3 000 Euro teuren Reise immerhin 450 Euro. Bei einem Rücktritt zwei Tage vor Reisebeginn betragen die Stornogebühren bereits 80 Prozent, am Reisetag selbst gar 100 Prozent. Das heißt, der Kunde bekommt gar nichts mehr zurück. Deshalb lohnt sich zumindest bei teuren Reisen eine Reiserücktrittskostenversicherung.

Preiswerter Schutz

Je nach Versicherer können Kunden zwischen Rücktrittskostenversicherungen mit oder ohne Selbstbehalt wählen. Entscheidet sich ein Kunde für einen Tarif mit Selbstbehalt, bleibt er im schlimmsten Fall auf bis zu 20 Prozent des Reisepreises sitzen. Ohne Selbstbehalt fährt er besser. Bei günstigen Anbietern kostet eine Reiserücktrittskostenversicherung ohne Selbstbehalt kaum mehr als andernorts mit.

Nicht jeder Grund zählt

Die Versicherer zahlen aber nicht bei jedem Reiserücktritt. Gründe für einen Rücktritt, bei dem die Versicherungen einspringen, sind:

  • Der Versicherte, ein Angehöriger oder ein Mitreisender hatte einen Unfall oder ist unerwartet schwer erkrankt.
  • Ein Angehöriger oder ein Mitreisender ist gestorben.
  • Schwangerschaft oder Impfuntauglichkeit machen die Reise unmöglich.
  • Das Eigentum des Versicherten ist stark beschädigt worden, zum Beispiel durch einen Brand oder Einbruch.

Wer aus anderen Gründen plötzlich zu Hause bleiben will, etwa weil er als Patenonkel oder Trauzeuge einspringen soll, erhält nichts zurück. In diesem Fall muss sich der Versicherte damit begnügen, was ihm der Reiseveranstalter erstattet.

Kosten bei Katastrophen

Anschläge oder Naturkatastrophen sind in der Regel keine Fälle für die Reiserücktrittskostenversicherung. Wer die Reise wegen höherer Gewalt nicht antreten kann, braucht keine Stornokosten zu zahlen. Für den Fall, dass eine Reise wegen höherer Gewalt abgebrochen werden muss, übernehmen einige Versicherer bis zu 5 000 Euro für eine durch Erdbeben, Wirbelstürmen, Überschwemmungen oder Lawinen erschwerte und verteuerte Heimfahrt. Ansonsten erhalten Opfer so genannter „höherer Gewalt“ ihr Geld vom Reiseveranstalter direkt zurück.

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