Kostenlose Hilfe: Geld nach Beschwerde beim Ombuds­mann

Stornierte Schott­land­reise

Im Mai 2013 wollten Norbert Reimann* und seine Frau in die schottischen High­lands fahren. 3 648 Euro kostete sie die Reise. Doch als die Tochter einen Monat vorher wegen Schwanger­schafts­komplikationen ins Kranken­haus musste, sagten die Eltern ab. Die Ärzte der Frauenklinik hatten ihnen geraten zuhause zu bleiben, damit sie die Tochter unterstützen konnten.

Attest vom Kranken­haus

Die Reimanns bekamen ein Attest für die Reiser­ücktritts­versicherung, die sie bei Buchung abge­schlossen hatten. Doch ihr Versicherer HDI wollte die Storno­kosten von 1 338,30 Euro nicht tragen. Begründung: Die Schwangerschaft sei bei Buchung bekannt gewesen.

Hilfe vom Ombuds­mann

Norbert Reimann akzeptierte das nicht, waren die Komplikationen bei der Tochter doch unerwartet aufgetreten. Mehr­fach schrieb er dem Versicherer, schaltete dann den Ombuds­mann für Versicherungen ein, die kostenlose Beschwerde­stelle in Berlin (www.versicherungsombudsmann.de). Sechs Wochen später zahlte der HDI doch.

Nicht alle dabei

Nicht alle Reise­versicherer machen beim Ombuds­verfahren mit. Dafür müssen sie Mitglied im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft sein. Das will nicht jedes Unternehmen. Aus den Tabellen können Sie ersehen, ob ein Versicherer am Ombuds­verfahren teilnimmt.

* Name geändert.

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