Reiserücktrittsversicherung: Wenigstens Geld

Wenn aus der gebuchten Reise nichts wird, erstattet die Reiserücktrittskosten-Versicherung wenigstens den Preis.

Kurzfristig eine Reise absagen zu müssen, ist bitter. Wenn der Kunde nicht versichert ist, entgeht ihm nicht nur die schöne Zeit, sondern auch viel von dem Geld, das er für die Reise gezahlt hat. Je später Urlauber ihre Reise stornieren, desto weniger zahlt der Reiseveranstalter zurück.

Bei einer Stornierung bis zu 30 Tage vor Beginn der Reise betragen die Stornogebühren üblicherweise 15 Prozent des Reisepreises, zwei Tage vorher schon 80 Prozent. Am Reisetag selbst bekommt der Kunde gar nichts mehr zurück. Für teure Reisen ist eine Reiserücktrittskosten-Versicherung deshalb sinnvoll.

Nicht jeder Grund wird akzeptiert

Die Versicherungsunternehmen zahlen, wenn der Versicherte aus bestimmten Gründen nicht reisen kann. Die folgenden Ereignisse werden als Grund akzeptiert:

  • Der Versicherte, ein Angehöriger oder ein Mitreisender hat einen Unfall oder ist unerwartet schwer krank geworden.
  • Ein Angehöriger oder ein Mitreisender ist gestorben.
  • Schwangerschaft oder Impfuntauglichkeit machen die Reise unmöglich.
  • Das Eigentum des Versicherten ist stark beschädigt worden, zum Beispiel durch einen Brand oder Einbruch.

Versicherte, die plötzlich zu Hause bleiben wollen, weil sie zum Beispiel als Patentante oder Trauzeuge einspringen sollen, müssen sich dagegen mit dem begnügen, was ihnen der Reiseveranstalter erstattet.

Auch Anschläge oder Naturkatastrophen sind keine Fälle für die Reiserücktrittskosten-Versicherung. Handelt es sich dabei aber um „höhere Gewalt“, bekommen Betroffene ihr Geld trotzdem wieder – in diesem Fall vom Reiseveranstalter.

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