Reiser­ücktritt Wenn eine Impfung nicht möglich ist

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Reiser­ücktritt - Wenn eine Impfung nicht möglich ist
Impfal­lergie. Grund genug, eine Reise zu stornieren.

Ein Ehepaar konnte eine teure Südamerikareise nicht antreten, weil der Mann die für die Reise erforderliche Gelbfieber­impfung nicht verträgt. Bei einer Beratung im tropenmedizi­nischen Institut hatte er erfahren, dass diese Impfung wegen seiner Hühner­eiweiß­allergie nicht möglich sei. Die Versicherung weigerte sich zunächst, die Storno­kosten für die nicht angetretene Reise zu ersetzen. Zwar sei Impfun­verträglich­keit in den Versicherungs­bedingungen als möglicher Versicherungs­fall genannt, aber nur, wenn sie „unerwartet“ sei. Die Allergie sei aber schon vorher bekannt gewesen, somit handele es sich nicht um ein unerwartetes Ereignis. Das Ober­landes­gericht Karls­ruhe gab allerdings dem Versicherten recht. Auch wenn der Mann von seiner Allergie beim Abschluss der Versicherung wusste, war er nicht dazu verpflichtet, sich in der medizi­nischen Fach­literatur über die Zusammenset­zung des Gelbfieber­impf­stoffs kundig zu machen (Az. 12 U 184/12).

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